Zoo in Stuttgart Zweitältester Sumatra-Tiger der Welt in der Wilhelma gestorben

Tigerin Dumai im Außengehege der Wilhelma (Archivbild) Foto: Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter/Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter 5 Bilder
Tigerin Dumai im Außengehege der Wilhelma (Archivbild) Foto: Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter/Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter

Traurige Nachrichten aus der Wilhelma: Die Tigerdame Dumai ist im Alter von 20 Jahren und zehn Monaten gestorben. Sie galt als der zweitälteste Sumatra-Tiger weltweit.

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Stuttgart - Im Stuttgarter Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma ist der nach Angaben des Zoos zweitälteste Sumatra-Tiger der Welt gestorben. Dumai sei am Freitag mit 20 Jahren und zehn Monaten gestorben, teilte die Wilhelma mit. Weltweit gebe es nur eine ältere Sumatra-Tigerin. „Dumais Alter könnte man nach menschlichen Maßstäben mit einer Hundertjährigen vergleichen“, erklärte Zoodirektor Thomas Kölpin. Sie habe in Stuttgart ein langes, gesundes und sinnvolles Leben gehabt.

Dem Zoo zufolge werden Sumatra-Tiger in der Natur bis zu 15 Jahre alt, in Zoos nur selten älter als 18 Jahre. Der Tod der Tigerin habe sich zuletzt abgezeichnet. In den vergangenen Tagen habe sie geruht und fast die ganze Zeit geschlafen, das Fressen und Trinken habe sie weitgehend eingestellt. Nun solle geklärt werden, ob ihr Körper in einem Naturkundemuseum für die Nachwelt erhalten bleibe und ob ihre Organe für die Forschung nützlich sein könnten.

2001 nach Stuttgart gekommen

Dumai war im Jahr 2001 aus dem Zoo Dudley in England nach Deutschland gekommen. 2005 brachte sie in der Wilhelma zwei Jungtiere zur Welt, 2007 dann Drillinge. „Durch ihren Nachwuchs konnte sie mehrfach zum Überleben der bedrohten Raubkatzen beitragen und war als Botschafterin ihrer Art ein Aushängeschild für den Artenschutz“, erklärte Kölpin.

Dumai sei auch bei den Besuchern sehr beliebt gewesen, dank vieler Spenden seien Reservate auf der indonesischen Großinsel Sumatra über die Jahre mit rund 90.000 Euro gefördert worden. Das zuletzt von Dumai allein genutzte Gehege soll nun umgebaut werden und bis zum Jahr 2023 zu einem 4000 Quadratmeter großen Landschaftsgehege werden, in dem dann mit Sibirischen Tigern die größte Unterart der Tiger einziehen soll.




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