Zum 50. Geburtstag der Klebe-Zettel Zehn Ideen, wie man „Post-its“ nutzen kann

Von Sina Götz 

Vor 50 Jahren erfand Dr. Spencer Silver den Kleber für die „Post-it“-Zettel. Doch nicht nur im Arbeitsalltag erweisen sich die selbstklebenden Notizzettel als nützlich. Zum Geburtstag des Kultprodukts zeigen wir, was man mit „Post-its“ alles so anstellen kann.

Der „Post-it“ hat weltweit nicht nur Einzug in die Büros gehalten. Foto: imago images/Westend61/Josep Suria via www.imago-images.de
Der „Post-it“ hat weltweit nicht nur Einzug in die Büros gehalten. Foto: imago images/Westend61/Josep Suria via www.imago-images.de

Stuttgart - Ein ganz besonderes kultiges Produkt feiert heute seinen Geburtstag! Der „Post-it“-Zettel wird 50 Jahre alt. Entstanden ist der Klebe-Zettel übrigens nur aus Versehen. Der amerikanische Erfinder Dr. Spencer Silver wollte 1968 eigentlich bei Laboruntersuchungen einen starken Klebstoff entwickeln – einen super Kleber, den es so noch nie zuvor gegeben hatte.

Spencer entdeckte Klebstoff, der sich leicht lösen ließ

Doch so ganz klappen wollte sein Vorhaben nicht: Anstatt eines gut haftenden Klebers, entdeckte er einen Klebstoff, der sich leicht wieder lösen ließ. Für Spencer eine Enttäuschung, doch das wollte er sich vor seinen Kollegen nicht anmerken lassen und gab mit seiner neuen Erfindung an. Am 9. März 1970 meldete er dann das Patent für seinen Kleber an. Erst einige Jahre später fand sein Kleber den Weg in den Verkauf. Und auch da meinte es der Zufall gut mit ihm. Denn Spencer, der mit seinem Kollegen Arthur Fry ein haftendes Lesezeichen entwickeln wollte, versah dieses immer wieder mit kleinen Notizen. Alls dann auch ihre Sekretärinnen einen Prototyp erhielten und das Lesezeichen ebenfalls als Schmierpapier benutzten, funktionierten die beiden ihr Produkt zu dem um, was es heute ist: ein selbstklebender Notizzettel.

Klebe-Zettel werden weltweit verkauft

Mittlerweile ist der „Post-it“ ein weltweit bekanntes Produkt. In rund 150 Nationen und in den verschiedensten Farben werden die Zettelchen laut der Homepage des „Post-it“-Herstellers „M3“ verkauft. Die amerikanische Zeitschrift „Fortune“ kürte den Klebezettel sogar zu einer der wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts, die im übrigen schon längst nicht mehr nur für ihren eigentlichen Zweck verwendet wird. Wir zeigen Ihnen zehn Möglichkeiten, wie Sie „Post-its“ noch nutzen können.

„Post-its“ als Kunstwerke

In vielen Büros dieser Welt wurden dank der „Post-it“-Zettel die Fensterscheiben und kargen Bürowände zu echten Kunstwerken. Von Super Mario bis Spiderman – mit „Post-its“ lässt sich jedes noch so karge Büro zu einem Lieblingsplatz umgestalten.

„Post-its“ als Putzhilfe

Nur der „Post-it“ kommt dorthin, wo Menschenhand versagt. Besonders hilfreich sind die Zettelchen zum Reinigen der Zwischenräume der Computer-Tastatur. Einfach die haftende Seite in die Lücken stecken und schon wird die Tastatur von den Krümeln des letzten Nachmittagssnacks befreit.

„Post-its“ als Spielgerät

Was würde man bei dem beliebten Partyspiel „Wer bin ich“ nur ohne die „Post-it“-Zettel machen? Wahrscheinlich hätte es das Spiel in seiner heutigen Form so nie gegeben. Denn die Zettelchen haben eine tragende Rolle. Jeder Spieler bekommt von seinen Mitspielern einen „Post-it“ mit dem Namen einer bekannten Person auf die Stirn geklebt, und muss dann erraten, welcher Promi er ist.

„Post-its“ als Passwort-Hilfe

Hilfe, wie war noch mal mein Passwort? Nur der meist kanariengelbe Begleiter, der unten am Bildschirm des PCs klebt, vergisst auch nach dem 100. Passwort-Wechsel das aktuellste Kennwort nie.

„Post-its“ als Heimwerkerhilfe

Wer beim Bohren keinen Staubsauger zur Hand hat, der kann den Schmutz, der durch das Bohren entsteht, ganz einfach mit einem „Post-it“ auffangen. Wie das funktioniert? Ganz einfach! Den Zettel einknicken, unter die Bohrmaschine an die Wand kleben, und schon fängt der „Post-it“ den ganzen Staub auf.

„Post-its“ als Lernhilfe

Wer schon eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben hat, oder sich sonst in einem Buch ein Seite merken wollte, der griff aller Wahrscheinlichkeit zum „Post-it“. Dank des Klebezettels und seines Farbensystems dürften so manche Schüler und Studenten durch ihre Schulzeit und Studium gekommen sein.

„Post-its“ als Denkzettel für Verkehrssünder

Wer auf einem behinderten Parkplatz oder auf einem Fahrradweg parkt, sollte sich das ohnehin zweimal überlegen. Aber, dass dort auf die Verkehrssünder nicht nur ein Strafzettel, sondern auch ein „Post-it“-Meer warten kann, das wissen wohl die wenigsten. Denn aufgepasst! Mit den kleinen Zettelchen lassen sich auch ganz einfach Denkzettel verpassen. Innerhalb kurzer Zeit werden die Autos dann mit tausenden von „Post-its“ beklebt und in Kunstwerke verwandelt. An ein Weiterfahren ist dann erst mal nicht zu denken.

„Post-its“ als Prank

Wer seinen Arbeitskollegen gerne einmal einen Streich spielen möchte, der könnte auch Fan der „Post-its“ werden. Mit Hilfe der Zettel lässt sich schnell der ganze Arbeitsplatz des Lieblingskollegen dekorieren.

„Post-its“ als trendige Denkhilfe

Nicht nur die Hipster in coolen Start-Ups benutzen sie als Denkhilfe und zum Brainstorming. Der „Post-it“ kann für jedermann eine gute Hilfe beim Planen und Vorbereiten von Projekten sein.

„Post-its“ als Kuppler

Mit keinem anderen Zettel kann man so einfach und schnell Botschaften für seine Liebsten hinterlassen wie mit einem „Post-it“. Egal ob auf die Tupperdose der Kinder geklebt, oder in die Tasche des Sitznachbarn in der Uni: über die netten Liebesgrüße auf den quadratischen Zetteln freut sich jedermann.

Beim Einsatz der gelben Zettel sind der Fantasie also keine Grenzen gesetzt.