24 bange Stunden in Australien Verschollene Dreijährige gesund geborgen

Von Alexandra Leibfried 

Ein Starkregen überraschte die kleine Matilda beim Spielen auf dem elterlichen Grundstück. Wasserbäche trennten sie von ihrer Familie. Doch sie musste das nicht allein durchstehen – ihr Hund Polly stand ihr zur Seite.

Wie durch ein Wunder: Matilda (3) und ihre Familie sind wieder vereint. Foto: Western Australia Police Force
Wie durch ein Wunder: Matilda (3) und ihre Familie sind wieder vereint. Foto: Western Australia Police Force

Pilbara/Australien - Starkregen, Schlammmassen und kein Lebenszeichen einer Dreijährigen, die beim Spielen von den Wasserfluten im Outback überrascht wurde. Was für ein Albtraum für die Eltern! Doch schlussendlich konnten sie die kleine Matilda nach 24 bangen Stunden zwar dreckverschmiert, aber gesund in die Arme schließen, wie die zuständige westaustralische Polizeibehörde mitteilte. Wie durch ein Wunder überlebte sie – und glücklicherweise war sie nicht allein der Naturgewalt ausgeliefert. Denn zur Seite stand ihr Polly, ihr vierbeiniger Freund.

Mit diesem Hund war Matilda am 15. Januar losgezogen zum Spielen, sie durchwanderten ein trockenes Bachbett im Gebiet Noreena Down. Dort liegt das Gehöft ihrer Eltern. Die Kleine nutzte das Bachbett als Pfad. Es füllte sich allerdings rasend schnell mit Wasser, als der Starkregen einsetzte. Ein Albtraum für das Mädchen, der ihr Weg nach Hause abgeschnitten war und nicht weniger für die Eltern, die weder Sichtkontakt noch überhaupt ein Lebenszeichen von ihr hatten.

Lebensbedrohliche Überflutungen

Zahlreiche Helfer aus der Gemeinde und des staatlichen Rettungsdienstes suchten Matilda und ihren Jack Russel Terrier. Die Sorge der Eltern muss unermesslich gewesen sein. Denn wie ABC berichtet, war auch die Polizei sehr beunruhigt, weil die Überflutungen das Gebiet zu einer großen Gefahrenzone gemacht hatten. Schließlich die erlösende Nachricht: 3,5 Kilometer entfernt von Zuhause wurden Kind und Hund nach 24 Stunden zwar völlig verdreckt, aber wohlauf geborgen.

„Es war einfach ein unglaubliches Gefühl. Ich hatte mein Team gerade am Telefon und konnte mir nur vorstellen, wie aufregend es für die Familie gewesen sein muss“, schilderte der Polizeipräsident von Pilbara, Kim Massam. Seine Erfahrung lässt ihn vermuten: Der Hund hat Matilda das Leben gerettet.