Abschied von Margaret Thatcher Einem Staatsbegräbnis gleich

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Margaret Thatcher ist mit höchsten Ehren beerdigt worden. Die Abschiedszeremonie am Mittwochnachmittag in London glich einem Staatsbegräbnis. Die Gegner der „Iron Lady“ und ihres politischen Vermächtnisses verhielten sich erstaunlich ruhig.

Weiße Rosen und pompöse Feierlichkeiten: Margaret Thatchers Beerdigung, Wir zeigen Bilder von der Abschiedszeremonie. Foto: AP 23 Bilder
Weiße Rosen und pompöse Feierlichkeiten: Margaret Thatchers Beerdigung, Wir zeigen Bilder von der Abschiedszeremonie. Foto: AP

London - In London wurde am Mittwoch Margaret Hilda Thatcher zu Grabe getragen. Die Sterbeurkunde wies sie als „Staatsfrau (im Ruhestand)“ aus. Der Staat aber, dessen konservative Regierung „Mrs T“ von 1979 bis 1990 führte, ließ ihr ein Begräbnis zuteilwerden, das sie nicht nur aus dem Kreis bedeutender Politiker der Insel, sondern auch aus dem aller Premierminister seit Winston Churchill heraushob.

Das zeremonielle Begräbnis, das Großbritannien für die vorige Woche 87-jährig verstorbene Lady Thatcher ausrichtete, war ein spektakulärer Akt, der einem Staatsbegräbnis gleichkam. Die höchsten militärischen und kirchlichen Ehren wurden angeordnet. Von der Monarchin bis zum Lord Mayor mit dem feierlich erhobenen Schwert in den Fäusten, von all seinen Erzbischöfen über die bunt uniformierten Sargträger bis hin zu den letzten kleinen Chorknaben bot die Nation das gesamte Inventar nationaler Ehrerbietung auf.

2300 geladene Gäste in der St.-Paul’s-Kathedrale

Premierminister David Cameron, seine drei Amtsvorgänger, siebzehn Regierungschefs aus aller Welt und 2300 andere geladene Gäste fanden sich in der St.-Paul’s-Kathedrale ein. Tausende von Menschen standen im leichten Nieselregen der Straßen der City of London. Sie applaudierten ein letztes Mal, als Thatchers Sarg, unter dem Union Jack und einem Bouquet weißer Rosen, zur mächtigen Kirche im Osten Londons gezogen wurde.

Von der Tower Bridge her feuerten Truppen in einminütigem Abstand 19 Böllerschüsse in den Himmel. Bärenfellmützen aus dem Buckingham-Palast und Kriegsveteranen des Chelsea Hospital, Kapellen aller drei Waffengattungen, die Toppolitiker des Landes waren angetreten. Hymnen und patriotische Gesänge für die Feier hatte sie selbst noch ausgesucht. Ihre Enkelin Amanda und ihr „politischer Enkel“ David Cameron verlasen Psalme.




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