Aktuelle Daten zur Coronapandemie Unter 300 Covid-19-Patienten auf Intensivstation im Südwesten

Baden-Württemberg meldet eine Inzidenz von 667 (Symbolfoto). Foto: dpa//Michel Spingler
Baden-Württemberg meldet eine Inzidenz von 667 (Symbolfoto). Foto: dpa//Michel Spingler

Das Infektionsgeschehen nimmt weiter stark zu. Deutschland überschreitet erstmals eine Inzidenz von 700. In Baden-Württemberg sind unter 300 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Hier geht es zu den aktuellen Daten.

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Stuttgart - Das aktuelle Infektionsgeschehen bringt täglich neue Höchstwerte. Nun wird erstmalig die 700er-Marke in Deutschland (706) überschritten. Binnen eines Tages wurden bundesweit über 140 000 Neuinfektionen übermittelt. Bremen (1259), Berlin (1258) und Hamburg (1222) überschreiten die 1000er-Marke. Nur drei Bundesländer unterschreiten eine Inzidenz von 500.

Baden-Württemberg überschreitet weiter die 600er-Marke. Gemeldet wird eine Inzidenz von 667. Relevant für die Ausgangssperren für Ungeimpfte: Nur noch vier Kreise melden Inzidenzen unter der 500er-Marke. Die steigenden Infektionszahlen spiegeln sich allerdings nicht bei der Belastung der Intensivbetten wider. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstation (297) unterschreitet die 300er-Marke.

In diesem Beitrag veröffentlichen wir die aktuellsten Zahlen zur Entwicklung des Infektionsgeschehens. Wir greifen dafür auf Daten des Robert-Koch Instituts (RKI) sowie des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg zurück. (Stand der Daten: 21. Januar, 09.30 Uhr.)

Die aktuellen Coronaregeln

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind bundesweit nicht mehr an die Inzidenz gebunden, sondern an die Lage in den Krankenhäusern. Während die tagesaktuelle Rate der zuletzt ins Krankenhaus eingewiesenen Covid-19-Patienten systematisch zu niedrig angegeben wird, ist die Zahl der von Coronapatienten belegten Intensivbetten ein zuverlässiger Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems.

In Baden-Württemberg gibt es neben der Basisstufe drei Stufen für verschärfte Regeln. Seit ihrer Einführung gilt in Baden-Württemberg die höchste Alarmstufe II: Es gilt in der Regel 2G oder 2G plus. Dazu kamen seit Ende Dezember Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. Die nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte in Coronahotspots ist derzeit wieder in vielen Kreisen in Kraft, mitunter in der Landeshauptstadt. Detaillierte Informationen finden Sie hier.

Obwohl die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg in den vergangenen Tagen unter dem Schwellenwert für die Alarmstufe II lag, bleibt diese in Baden-Württemberg noch bis mindestens 1. Februar bestehen. Hintergrund ist die Sorge vor Omikron und einer Überlastung des Gesundheitswesens.

Neu hinzu kamen vom 12. Januar an zudem eine FFP2-Maskenpflicht in Geschäften sowie geänderte Quarantäneregeln. Die Sperrzeit für die Gastronomie gilt von 22.30 bis 6 Uhr. Zur Übersicht der Regelungen aus der neuen Corona Verordnung geht es hier.

Covid-19-Patienten auf Intensivstation

Die Lage auf den Intensivstationen entspannt sich im Vergleich zum Infektionsgeschehen. Die Marke von 390 mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten in Baden-Württemberg wird seit einigen Tagen deutlich unterschritten.

Das folgende Schaubild zeigt die Belegung der Intensivbetten in Baden-Württemberg mit Covid-19-Patienten:

Wichtig für die künftige Entwicklung ist die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten auf die Intensivstationen. Das folgende Schaubild zeigt die Entwicklung für ganz Deutschland seit August:

Corona-Infektionen in Deutschland und Baden-Württemberg

Die per Labortest bestätigten Neuinfektionen bleiben eine wichtige Kennziffer der Pandemie. Je höher der Anteil der Infektionen, desto höher das Risiko insbesondere für Ungeimpfte, sich zu infizieren und ins Krankenhaus zu kommen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz wird für die zurückliegenden sieben Tage und je 100 000 Einwohner berechnet.

Deutschlandweit wird durch einen weiteren deutlichen Anstieg nun eine Sieben-Tage-Inzidenz von 706 gemeldet (Vortag: 639). Damit überschreitet der Inzidenzwert erstmals die Marke von 700. Auch in Baden-Württemberg steigen die Infektionszahlen weiter an. Das Land meldet 667 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Vortag: 617).

Das Diagramm zeigt die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland und Baden-Württemberg seit Juli 2020:

Wie sich die Infektionszahlen in den kommenden zehn bis 14 Tagen entwickeln, lässt sich an der Reproduktionszahl (auch R-Wert genannt) ablesen. Liegt sie über 1, dann steckt ein Infizierter mehr als eine weitere Person an – die Infektionszahlen steigen. Derzeit liegt der R-Wert über 1.

Das folgende Schaubild zeigt die Entwicklung des R-Werts seit Beginn der Pandemie:

Binnen sieben Tagen wurden über 587 000 bestätigte Neuinfektionen in Deutschland verzeichnet. Binnen eines Tages wurden bundesweit über 140 000 Neuinfektionen übermittelt. Die Werte verteilen sich ungleich auf die Bundesländer. Bremen (1259), Berlin (1258) und Hamburg (1222) überschreiten die 1000er-Marke. Nur noch drei Bundesländer unterschreiten die 500er-Marke.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Zahlen für die einzelnen Bundesländer. Sie können die Tabelle durchblättern, um alle Länder angezeigt zu bekommen.

In Baden-Württemberg nimmt die Zahl der Neuinfektionen weiter deutlich zu. Der Stadtkreis Baden-Baden (932), Lörrach (921) und Esslingen (909) melden die höchsten Inzidenzen. Fünf weitere Kreise überschreiten die Marke von 800 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen je 100 000 Einwohner. 10 weitere Kreise überschreiten die 700er-Marke. Nur noch vier Kreise melden eine Inzidenz unter 500.

In der folgenden Tabelle geben wir die jeweils aktuellsten Werte für alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg an und zeigen, wie sich die Sieben-Tage-Inzidenz in den letzten Tagen entwickelt hat. Sie können mit den Pfeiltasten die Tabelle durchblättern, um alle Kreise in Baden-Württemberg angezeigt zu bekommen.

In der Region Stuttgart nehmen die Infektionszahlen weiter zu. Esslingen meldet die höchste Inzidenz (887). Der Rems-Murr-Kreis (764), die Landeshauptstadt (676), Böblingen (661) und Göppingen (639) überschreiten ebenfalls die 600er-Marke. Ludwigsburg (477) unterschreitet die 500er-Marke.

Die Karte zeigt die Inzidenzwerte in der Region Stuttgart. Klicken Sie auf den gewünschten Kreis, um detaillierte Zahlen angezeigt zu bekommen.

Verstorbene

Die Zahl der an und mit Covid-19 Verstorbenen reagiert immer erst zeitversetzt auf die Entwicklung der Infektionen. Der Wert der Verstorbenen pro Tag im Wochenmittel sinkt seit Mitte Dezember deutlich. Mittlerweile ist klar, dass die vierte Welle weitaus weniger Todesopfer gekostet hat als die zweite Welle vor einem Jahr – ein Erfolg der Impfkampagne. Wichtig zu wissen: Die Zahlen beziehen sich auf das Melde-, nicht auf das Sterbedatum.

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der mit Corona zusammenhängenden, ans RKI gemeldeten Todesfälle seit März 2020:

Impfungen

Geimpfte erkranken wesentlich seltener schwer an Covid-19. Eine hohe Impfquote ist daher wichtig, um die Krankheitslast gering zu halten. Wegen des mit der Zeit nachlassenden Impfschutzes sind zudem die Boosterimpfungen wichtig. Fast fünfzig Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner haben mittlerweile die Auffrischungsimpfung erhalten.

Das folgende Diagramm zeigt den Anteil der einmalig und vollständig Geimpften sowie der Personen mit Auffrischungsimpfungen, jeweils gerechnet auf die Gesamtbevölkerung.

Die Zahl der Boosterimpfungen stieg bis zum 20. Dezember stark an, sank seit den Weihnachtstagen aber ebenso stark. Im neuen Jahr stieg die Zahl wieder an, sinkt nun aber wieder ab. Die Zahl der Erstimpfungen bewegt sich weiterhin auf einem niedrigeren Niveau.

Lesen Sie hier: Wichtige Fragen und Antworten zum Boostern

Das folgende Schaubild zeigt die deutschlandweit verabreichten Impfdosen, jeweils über sieben Tage gemittelt:

Dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert – ebenso die Übersicht zu den Corona-Risikogebieten sowie Quarantäneregeln für Reisende.

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