Architekturstars BIG – Bjarke Ingels Group BIG haben den Dreh raus

The Twist nennen BIG diesen  Museumsneubau in einem norwegischen Skulpturenpark,  2019  eröffnet.  Das mit Aluminiumblech verkleidete Kistefos Museum, so der offizielle Name, wird selbst zur Skulptur, indem es sich  gymnastisch um die eigene Achse dreht und einen Fluss überbrückt. Foto: Kim Erlandsen 14 Bilder
The Twist nennen BIG diesen Museumsneubau in einem norwegischen Skulpturenpark, 2019 eröffnet. Das mit Aluminiumblech verkleidete Kistefos Museum, so der offizielle Name, wird selbst zur Skulptur, indem es sich gymnastisch um die eigene Achse dreht und einen Fluss überbrückt. Foto: Kim Erlandsen

Keine Lust auf fade Architekturroutine? Dann sind die bildmächtigen, visionären Projekte des Dänen Bjarke Ingels das Richtige. Hochhäuser mit Hüftschwung, gymnastisch verdrehte Museen – diese und weitere aufsehenerregende BIG-Bauten finden Sie in unserer Bildergalerie.

Kultur: Ulla Hanselmann (uh)
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Stuttgart - BIG – das steht für Bjarke Ingels Group, ein Architekturbüro, das der Däne Bjarke Ingels 2006 in Kopenhagen gründete und das seither zu einem Global Player der Architektur avanciert ist; inzwischen sind 17 Partner am Werk, mit Niederlassungen in New York, London und Barcelona. Größe ist nicht nur dem Büronamen immanent, sondern auch vielen der Bauten von BIG.

Bauten wie Skulpturen

Dass diese vielfach eine Faszination ausüben, liegt aber nicht nur an einer manchmal mehr, manchmal weniger ausgeprägten Großspurigkeit, sondern vor allem daran, dass sie um fade Architekturgewohnheiten einen großen Bogen machen. Skulptural-bildhaft kommen die Gebäude daher, und oft sehen sie so aus, als entstammten sie den Hirnwindungen eines sehr kreativen Science-Fiction-Filmkulissenbauers. Ingels, Jahrgang 1974, beherrscht gleichzeitig die Kunst des Storytelling wie kaum ein Zweiter auf der internationalen Bau-Bühne – das weckt das Interesse der Investoren und den Neid von Kollegen.

Mit Optimismus in die Zukunft

Der Architektur-Tausendsassa, der mit seinen Fans auf Instagram und Twitter kommuniziert, will nicht weniger als der „Zukunft eine Form“ und der Zivilisation eine gebaute Zukunft geben. Die Klimakrise geht er optimistisch an. Ein Beispiel: Die „Oceanix City“ etwa soll aus im Meer schwimmenden Mini-Inseln bestehen, die Wohnraum bieten für Leute, die 2050 womöglich aus ihren überfluteten Städten vertrieben sein werden.

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Für fantastische Architektur-Träume

Es ist eines von mehr als hundert Projekten, die mit vielen Fotos und Plänen in den dicken Wälzer „BIG. Formgiving. An Architectural Future History“ gepresst wurden; der englischsprachige Band schließt eine Trilogie ab (Taschen, Köln. 736 Seiten, 40 Euro). Man muss dieses Architekturbuch vielleicht nicht unbedingt komplett durchlesen, sondern könnte es einfach auf dem Nachttisch deponieren, um vor dem Einschlafen darin zu blättern – um sich dann träumend durch fantastische Architekturlandschaften treiben zu lassen.

Die Planungen reichen bis zum Mars

Ungebautes ist dabei, Utopisches wie eine menschliche Siedlung auf dem Mond und eine „Mars Science City“, aber auch viel Gebautes – wie etwa das so bildstark als verdrehte Brücke über einen Fluss gelegte Kistefos Museum im norwegischen Jevnaker, genannt The Twist. In unserer Bildergalerie stellen wir weitere besonders spannende BIG-Bauten vor.




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