Aus Zellulose Umweltverträgliche Folie entwickelt

Von red/epd 

Kommt bald eine Folie auf den Markt, die umweltfreundlich ist? Rostocker Forscher stehen kurz vor dem Patent.

Folie – praktisch, aber schlecht für die Umwelt. Foto: AP/SVEN KAESTNER
Folie – praktisch, aber schlecht für die Umwelt. Foto: AP/SVEN KAESTNER

Rostock - Rostocker Forscher haben eine umweltverträgliche Folie aus Zellulose entwickelt. Das neuartige Verpackungsmaterial stehe vor dem internationalen Durchbruch, teilte die Universität Rostock am Mittwoch mit. Das von der Interdisziplinären Fakultät der Universität erfundene Verfahren werde derzeit patentiert, hieß es. Außerdem liefen Gespräche mit einer kanadischen Firma über eine Zusammenarbeit, die möglicherweise auf ein Start-up in Rostock hinauslaufe.

Zellulose ist seit über 100 Jahren auch als Grundbaustein für Textilien und Folien bekannt. Bis jetzt müssten bei ihrer Verarbeitung jedoch umwelt- und gesundheitsschädigende Stoffe eingesetzt werden, hieß es. Das könne sich durch die Rostocker Erfindung bald ändern.

Bei dieser Entwicklung habe der Zufall den Forschern in die Hände gespielt. „Wir haben verschiedene biobasierte Chemikalien für die Lösung von Zellulose getestet, um herauszufinden, wie Zellulose perfekt verarbeitet werden kann“, sagte Dirk Hollmann, Leiter einer jungen Nachwuchs-Forschergruppe. Überraschenderweise habe im Labor eine besondere Substanzklasse verblüffende Eigenschaften gezeigt. Die Zellulose habe sich innerhalb von Sekunden verfestigt, ohne dass sie ihre optischen Eigenschaften verlor. Das sei die Geburtsstunde von bioabbaubaren Verpackungsfolien gewesen.

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