Bakterien im Wasser Badestopp im Herrenberger Naturfreibad

Das Naturfreibad in Herrenberg wird ohne Chlor gereinigt. Foto: /Holom
Das Naturfreibad in Herrenberg wird ohne Chlor gereinigt. Foto: /Holom

Bakterien bereiten dem Badespaß im Herrenberger Naturfreibad erneut ein abruptes Ende.

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Herrenberg - Das Schwimmbecken im Herrenberger Naturfreibad ist ab heute vorsorglich gesperrt, nachdem eine Wasserprobe im Labor das Bakterium Escherichia coli 113 nachgewiesen hat. Das teilt die Stadt Herrenberg mit.

Für den Vereinsbetrieb bleibt das Hallenbad geöffnet; für die Öffentlichkeit bleiben Liegewiese und Kleinkindbereich kostenfrei weiter zugänglich. Nach der Reinigung und erneuten Kontrolle des Beckenwassers wollen die Stadtwerke das Bad wieder vollständig zum Baden freigeben.

Immer wieder hatte das Naturfreibad in der Vergangenheit Probleme mit Bakterien im Badewasser und musste deshalb vielfach schließen. Auch diesen Sommer bleibt der Badestopp nicht aus. Das Badewasser werde in unabhängigen Laboren engmaschig kontrolliert und es komme deshalb immer wieder zu prophylaktischen Badepausen, in denen der Zugang zum Schwimmbecken gesperrt werde, bis die hohen Anforderungen an die Wasserqualität zweifelsfrei erfüllt seien, informiert die Stadt in ihrer Pressemitteilung.

Die Wasserreinigung im Naturfreibad funktioniert ohne Chemie mit einer ausgeklügelten Technik über eine Kombination verschiedener Filtersysteme. Zusätzlich pumpt die Umwälzung derzeit abhängig von der Auslastung und Temperatur etwa 60 Kubikmeter Frischwasser pro Tag in die Becken. „Innerhalb kurzer Zeit sind erfahrungsgemäß die festgestellten E. coli-Befunde über die Anlage entfernt“, erklärt Stadtwerkeleiter Karsten Kühn. Damit sei die Naturfreibad-Technik ähnlich zuverlässig wie der konventionelle Chlor-Einsatz, benötige aber mehr Zeit um auf Bakterieneintrag zu reagieren. „Deshalb gibt es im Herrenberger Naturfreibad feste Schließzeiten für Revision und Reinigung und immer wieder auch kurzfristig nötige Pausen“, sagt Kühn.

Ursachensuche läuft

Die Wasserprobe vom 27. Juli hat ergeben, dass an einer Stelle im Nichtschwim-merbereich für das Bakterium Escherichia coli der zulässige Grenzwert von 100 kolonie-bildenden Einheiten überschritten wurde. Colibakterien kommen in der Darmflora von Menschen und Tieren vor.

Erneute Wasserproben werden am 29. Juli 2021 entnommen. Sobald die Ergebnisse dieser Proben vorliegen, wird über die Aufhebung der vorübergehenden Badepause entschieden. Sollte der Grenzwert für E. colis dann nicht mehr überschritten sein, könnte das Naturfreibad in der kommenden Woche wieder öffnen.




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