Beratung für E-Lastwagen Daimler baut Beratungsgeschäft für Logistikunternehmen auf

Von red/dpa 

Daimler will Logistikunternehmen bei Routenoptimierungen, Flottenmanagement und den Aufbau der nötigen Ladeinfrastruktur beraten. Der erste große Lkw von Daimler startet im Jahr 2021.

Der eActros ist Daimlers Flaggschiff unter den E-Lastern. (Archivbild) Foto: dpa/Britta Pedersen
Der eActros ist Daimlers Flaggschiff unter den E-Lastern. (Archivbild) Foto: dpa/Britta Pedersen

Stuttgart - Nach einem ähnlichen Projekt bei den E-Bussen baut Daimler nun auch bei seinen Elektro-Lastwagen ein komplettes Beratungsgeschäft für Logistikunternehmen auf. Es gehe dabei zum Beispiel um Routenanalysen und -optimierungen, Flottenmanagement und vor allem auch den Aufbau der nötigen Ladeinfrastruktur auf den Betriebshöfen, sagte die Leiterin der sogenannten E-Mobility Group bei Daimler Trucks & Buses, Gesa Reimelt, am Dienstag. Das Ganze soll zunächst in Europa, Nordamerika und Japan angeboten werden. Erste Kunden gebe es bereits, hieß es. Für Verkehrsunternehmen, die E-Busse einsetzen wollen, hat Daimler ein ähnliches Angebot aufgebaut. Auch dabei geht es zum Beispiel um Analysen des Streckennetzes.

Noch wenige E-Transporter von Daimler unterwegs

Sein elektrisches Laster-Flaggschiff, den Mercedes-Benz eActros, will Daimler ab 2021 in Serie produzieren. Aktuell sind einige wenige Fahrzeuge bei Kunden in Deutschland und in der Schweiz im Testbetrieb. Vom eCanter der Marke Fuso, einem Kleinlaster, sind derzeit gut 140 Exemplare rund um den Globus unterwegs. Zudem werden in den USA Elektro-Modelle der Marke Freightliner erprobt.

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Reimelt sieht vor allem die Ladeinfrastruktur als Herausforderung. „Die erste Frage, die man sich stellt, ist: Wie lade ich denn?“, sagte sie. Für den kostspieligen Aufbau dieser Infrastruktur auf den Betriebshöfen der Kunden werde staatliche Unterstützung notwendig sein. „Damit kann man den Logistikunternehmer nicht alleine lassen“, sagte Reimelt. „Man spricht von Ladeinfrastruktur und denkt an die Autobahn – und das ist ja auch richtig. Wir brauchen aber auch die Förderprogramme für die Depots.“>