Berchtesgadener Alpen Bergsteigerin vor Augen des Sohnes tödlich verunglückt

Im letzten Tageslicht konnte die alarmierte Bergwacht den Sohn retten, den Leichnam der Frau konnte die Retter noch orten (Symbolfoto). Foto: Getty Images Europe
Im letzten Tageslicht konnte die alarmierte Bergwacht den Sohn retten, den Leichnam der Frau konnte die Retter noch orten (Symbolfoto). Foto: Getty Images Europe

Tödliches Bergdrama bei Berchtesgaden: Eine 49-jährige Urlauberin stürzt an einem gefährlichen Übergang 160 Meter in die Tiefe – ihr Sohn muss dabei zusehen.

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Berchtesgaden - Vor den Augen ihres 27-jährigen Sohnes ist eine Bergsteigerin aus Thüringen in den Berchtesgadener Alpen rund 160 Meter in die Tiefe gestürzt und ums Leben gekommen. Der tragische Unfall ereignete sich am Mannlgrat, einem Verbindungsgrat nahe dem Kehlsteingipfel, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Die 49 Jahre alte Mutter aus Langenorla (Saale-Orla-Kreis) stürzte laut Bayerischem Roten Kreuz vermutlich am Donnerstag gegen 20.00 Uhr im Bereich der Durchstiegslöcher an dem Grat ab. Um seiner Mutter zu helfen, kletterte der Sohn vom Grat aus bergab - dann saß er im Hang fest. Im letzten Tageslicht konnte die alarmierte Bergwacht den 27-Jährigen retten: Die Besatzung eines Rettungshubschraubers schaffte es, ihn im Schwebeflug über die Kufe des Hubschraubers aufzunehmen und zu einer Buswendeplatte zu fliegen.

Das gefährliche Gelände am Mannlgrat wird oft von Wanderern unterschätzt

Den Leichnam der Frau konnte die Bergwacht zwar noch orten, wegen der aufkommenden Dunkelheit allerdings nicht mehr bergen. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers und die Alpine Einsatzgruppe der Polizei übernahmen am Freitagmorgen die Bergung mit einer Rettungswinde.

Das gefährliche Gelände am Mannlgrat werde oft von Wanderern unterschätzt, vielen gehe beim Übergang die Kraft aus, sagte ein Polizeisprecher.




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