Bezirksliga Böblingen/Calw Waldenbucher Drama beim 4:4 im Kellerduell

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Die Gastgeber treffen im Kellerduell spät zum Ausgleich, verschießen aber auch zwei Elfmeter.

Mark Schildt (links) erzielte den späten Waldenbucher Ausgleichstreffer. Foto: Yavuz Dural
Mark Schildt (links) erzielte den späten Waldenbucher Ausgleichstreffer. Foto: Yavuz Dural

Waldenbuch - Wie hatte Carmine Napolitano gefordert gehabt? In diesem Spiel müsse der heimische Hasenhof „brennen“. Das, was der Trainer der Bezirksliga-Fußballer des TSV Waldenbuch dann bekam, hätte er sich freilich lieber erspart. Es war ein Krimi, ein Drama, ein Herzschlagfinale, nach welchem der Coach auch jetzt noch ächzt: „Ich weiß nicht, ob ich mich freuen oder ärgern soll.“ Einerseits haben seine Kicker im Kellerduell mit der SGM Neuweiler/Oberkollwangen einen zweimaligen Rückstand wettgemacht. Durch ein Last-Minute-Tor von Mark Schildt kamen sie noch zu einem 4:4 – dafür allemal ein Hurra. Andererseits: was die Gastgeber darüber hinaus an Chancen verballerten, ging schon nicht mehr auf die viel zitierte Kuhhaut. Und klar ist zudem: im Kampf gegen den Abstieg bringt dieser eine Punkt nicht weiter. Im Hinblick darauf, da gibt es auch für Napolitano keinen Zweifel, „ist dieses Ergebnis schlicht zu wenig“, auch wenn sein Team auf jenem Rang verharrt, der nach jetzigem Stand immerhin die Relegationsteilnahme bedeutete

Ein Mehr haben die Waldenbucher in der ersten Hälfte versäumt. In der brachten die Brüder Mark und Patrick Schildt das Kunststück fertig, gleich zwei Foulelfmeter zu verschießen. Beide scheiterten am Gästekeeper Anton Samochwalow. So ging es statt eines laut Napolitano „möglichen 4:1 oder 5:1“ nur mit einem mageren 1:0 in die Pause. Der Torschütze: Sebastian Bader. Und danach drehte plötzlich der Gegner auf. Begünstigt durch einen Fehlpass von Daniel Doric, kippte das bisherige Schlusslicht die Partie. Beim Stand von 1:3 sahen Napolitano und die Seinen schon wie der sichere Verlierer aus – bis der eingewechselte Maurice Eipper sowie die vorherigen Unglücksraben Schildt in der Endphase zurückschlugen. Ein Kurzcomeback feierte dabei Florian Seyfried. Der Routinier war erstmals seit seinem Kreuzbandriss wieder dabei.