Biathlon in Kontiolahti Martin Fourcade gewinnt letztes Rennen seiner Karriere

Von red/SID 

Ein Abschied nach Maß: Der französische Biathlet Martin Fourcade hat das letzte Rennen seiner Karriere gewonnen. In Kontiolahti triumphierte er, im Gesamtweltcup musste er sich aber knapp geschlagen geben.

Genau vor zehn Jahren gewann Martin Fourcade in Kontiolahti seinen ersten Weltcup-Sieg. Zum Karriereende gelang ihm hier auch sein letzter. Foto: AFP/JUSSI NUKARI
Genau vor zehn Jahren gewann Martin Fourcade in Kontiolahti seinen ersten Weltcup-Sieg. Zum Karriereende gelang ihm hier auch sein letzter. Foto: AFP/JUSSI NUKARI

Kontiolahti - Der französische Biathlon-Superstar Martin Fourcade hat das letzte Rennen seiner Karriere gewonnen, den Kampf um den Gesamtweltcup aber hauchdünn gegen Johannes Thingnes Bö (Norwegen) verloren. In der Verfolgung über 12,5 km beim vorgezogenen Saisonfinale in Kontiolahti feierte der 31-Jährige bei schwierigen Windverhältnissen seinen 79. Weltcup-Sieg, für Bö reichte ein vierter Platz zum zweiten Gewinn der großen Kristallkugel in Folge. 

Französischer Dreifachsieg

„Es ist sehr emotional, ich bin den Tränen sehr nahe. Ich hoffe, dass mich alle als einen guten Menschen in Erinnerung behalten werden. Ich möchte mich bei den Fans in Deutschland bedanken, es war ein Vergnügen, mit euch diesen Weg zu gehen“, sagte Fourcade in der ARD. Auf den Tag genau vor zehn Jahren hatte er in Kontiolahti seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. 

Fourcade, der am Freitagabend sein Karriereende verkündet hatte, führte nach drei Schießfehlern einen französischen Dreifachsieg vor Quentin Fillon Maillet (2 Strafrunden/+2,9 Sekunden) und Verfolgungs-Weltmeister Emilien Jacquelin (4/+4,5) an. Sprint-Sieger Bö (4) hatte einen Rückstand von 8,3 Sekunden und entschied die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von nur zwei Punkten vor Fourcade für sich.  

Peiffer auf Platz fünf

Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) landete als bester Skijäger des Deutschen Skiverbandes (DSV) nach zwei Schießfehlern und einem Rückstand von 14,1 Sekunden auf Platz fünf. Benedikt Doll (Breitnau), der im Sprint noch Sechster geworden war, musste sich nach sechs Strafrunden mit Rang 19 begnügen. Johannes Kühn (Reit im Winkl/7) wurde 28., Simon Schempp (Uhingen/4) belegte Platz 43, Philipp Horn (Frankenhain/6) wurde 45. 

Aufgrund der Corona-Pandemie waren die abschließenden Staffel-Rennen in Finnland vom Weltverband IBU abgesagt worden. Das geplante Weltcup-Finale am Holmenkollen in Oslo/Norwegen war bereits am Donnerstag ersatzlos gestrichen worden.

Unsere Empfehlung für Sie