Stadtkind-Oma Karin hat für euch wieder in ihren Kochbüchern geblättert. Dieses Mal nimmt sie uns mit in ihre Weihnachtsbäckerei und verrät euch ihre besten Rezepte für Plätzchen.

Stuttgart – Seit Mitte August scheint es in den Regalen wieder von Lebkuchen, Schokoweihnachtsmännern und Glühwein zu wimmeln. Und auf Netflix haben die Weihnachtsfilme Hochkonjunktur. Doch nicht nur im Supermarkt und beim Streamen kommt bei uns Weihnachtsfeeling auf.

Denn wo halten wir uns dieses Jahr mehr auf als sonst? Natürlich zuhause. Und deswegen ist eine mit Plätzchen gefüllte Dose im Schrank 2021 wichtiger denn je.

Omas Kessel-Weihnachtsbäckerei

Und weil ihr wegen freiwilligem Social Distancing vielleicht länger als üblich auf die Gutsle-Lieferung von daheim wartet, haben wir die Küche von Stadtkind-Oma Karin in eine Weihnachtsbäckerei verwandelt. In einer Special-Edition unserer Soulkitchen-Reihe verrät sie euch ihre Rezepte für Gutsle. Und eines kann ich euch mit Sicherheit sagen: Omas Plätzchen sind einfach legendär!

Ab an die Ausstecherle

Oma Karin backt jedes Jahr Massen an Plätzchen und versorgt damit die gesamte Familie. Kein Wunder also, dass die dafür vorgesehenen Blechdosen mit Weihnachtsmann- oder Sternenmuster einen ganzen Umzugskarton füllen. „Plätzchenbacken gehört für mich zu Weihnachten dazu. Es ist einfach Tradition“, sagt Oma Karin. Und deshalb greift sie auch dieses Jahr wieder zu Nudelholz und Ausstecherle: „Im Supermarkt gibt es einfach keine guten. Und selbst die beim Bäcker schmecken mir nicht so gut wie die selbstgebackenen.“

Für euch hat Stadtkind-Oma Karin ihre liebsten Rezepte aus der Sammlung hervorgekramt und stundenlang in der Küche gestanden. Also dreht die Weihnachtsplaylist auf Spotify lauter, zieht euch eine Schürze über und ran an die Ausstecherle!

Plätzchen-Variante No.1: Vanillekipferl

Das braucht ihr für Vanillekipferl:

  • 250 Gramm Mehl
  • 210 Gramm Butter
  • 100 Gramm gemahlene Mandeln
  • 80 Gramm Zucker
  • 4 Packungen Vanillezucker
  • 1 Packung Puderzucker
  • Optional: 1 Vanilleschote

So bereitet ihr Vanillekipferl zu:

  1. Knetet Mehl, Butter, Mandeln, Zucker und zwei Packungen Vanillezucker, bis ein glatter Teig entsteht.
  2. Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für eine Stunde in den Kühlschrank.
  3. Während der Teig ruht, mischt ihr die beiden verbleibenden Packungen Vanillezucker mit dem Puderzucker. Für die Deluxe-Version gebt ihr außerdem das Mark einer Vanilleschote hinzu. Für schmale Geldbeutel: Schmeckt selbstverständlich auch ohne sensationell.
  4. Nun formt ihr die Vanillekipferl ganz nach eurem Gusto. Achtet aber darauf, dass die Enden der Kipferl nicht zu dünn werden. Sonst ist der Bauch der Plätzchen noch nicht durch, während die Enden sich schon dunkel färben.
  5. Die Kipferl ordnet ihr auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech an.
  6. Dreht die Hitze des Ofen auf und schaltet die Umluft an. Bei 175 Grad dürfen es sich die Vanillekipferl nun für zwanzig Minuten darin gemütlich machen. Wenn sie anfangen braun zu werden, dürfen sie raus.
  7. Nun lasst ihr die Vanillekipferl für wenige Minuten abkühlen. Aber wirklich nur kurz, denn: Ihr müsst sie dann direkt im vorbereiteten Zuckerschnee wälzen. Für ein gleichmäßigeres Ergebnis könnt ihr auch ein Sieb verwenden und es über den Plätzchen schneien lassen.

Plätzchen-Variante No.2: Terrassen

Das braucht ihr für Terrassen:

  • 250 Gramm Mehl
  • 70 Gramm Zucker
  • Schale einer Zitrone
  • 2 Eigelb
  • 150 Gramm Butter
  • 300 Gramm säuerliche Marmelade (z.B. Himbeere)
  • Puderzucker zum Bestäuben

So bereitet ihr Terrassen zu:

  1. Trennt das Eigelb vom Eiweiß. Letzeres bitte nicht direkt wegschütten, denn ihr könnt es zum Beispiel für die Haselnussmakronen gebrauchen.
  2. Schnappt euch eine Reibe, um die Schale der Zitrone zu gewinnen.
  3. Nun holt ihr eure Knethaken aus dem Küchenregal, denn es geht an den Teig. Hierfür braucht ihr das Mehl, den Zucker, die Zitronenschale, das Eigelb und die Butter. Verknetet alles zu einem glatten Teig.
  4. Im Anschluss wickelt ihr den Teig in Frischhaltefolie und verstaut ihn für eine Stunde im Kühlschrank.
  5. Hat der Teig fertig geruht, geht’s ans Ausstechen. Hierfür braucht ihr bestenfalls zwei unterschiedlich große Ausstecherle. Rollt den Teig auf einer bemehlten Oberfläche aus und stecht die Formen aus.
  6. Und ab damit auf das Backblech! Bei 190 Grad Umluft dürfen die Plätzchen etwa acht Minuten backen.
  7. Nachdem ihr die Gutsle aus dem Ofen geholt habt, pinselt ihr die untere Hälfte der Terrasse mit Marmelade ein und setzt den Deckel obendrauf. Mit Puderzucker bestäuben und genießen!
  8. Statt Terrassen aus den Plätzle zu kreieren, könnt ihr den Teig auch einfach für Ausstecherle nutzen und ihn mit Puderzucker und Streuseln verzieren.

Plätzchen-Variante No.3: Haselnussmakronen

Das braucht ihr für Haselnussmakronen:

  • 3 Eiweiß
  • 250 Gramm Puderzucker
  • 250 Gramm gemahlene Haselnüsse
  • Ein paar ganze Haselnüsse

So bereitet ihr Haselnussmakronen zu:

  1. Trennt das Eiweiß vom Eigelb und schlagt es steif. Ganz wichtig ist, dass ihr Geduld habt und es nicht schon früher weiterverarbeitet. Der ultimative Test dafür: Wenn ihr die Schüssel rumdrehen könnt, ohne dass euch das Eiweiß aus der Schüssel läuft.
  2. Nun rührt ihr nach und nach den Puderzucker unter. Nicht zu viel auf einmal dazugeben, denn dann könnte das Eiweiß zusammenfallen.
  3. Von der Masse nehmt ihr drei Esslöffel weg, das braucht ihr zur Verzierung der Haselnussmakronen.
  4. Rührt nun die gemahlenen Haselnüsse unter die Eiweiß-Puderzucker-Mischung.
  5. Nun formt ihr Kugeln und gebt sie auf das Backblech. In die Mitte jeder Kugel drückt ihr eine Haselnuss. Wer kleinere Kügelchen formt, kann auch nur eine halbe verwenden. Mit einem mit der restlichen Eiweiß-Puderzucker-Mischung gefüllten Spritzbeutel umrundet ihr die Haselnuss nun. Wer in der WG-Küche keinen Spritzbeutel findet, kann auch einen Gefrierbeutel füllen und eine Ecke abschneiden.
  6. Bei 150 Grad kommen die Gutsle nun für 20 Minuten in den Ofen. Wenn sie von unten ganz leicht braun geworden sind, könnt ihr sie rausnehmen.

Plätzchen-Variante No.4: Nougatbissen

Das braucht ihr für Nougatbissen:

  • 250 Gramm Butter
  • 4 Eigelb
  • 150 Gramm Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 300 Gramm Mehl
  • 1 Päckchen Nuss-Nougat-Masse aus dem Backregal

So bereitet ihr Nougatbissen zu:

  1. Rührt die Butter zuerst schaumig. Dann gebt Eigelb, Puderzucker, Vanillezucker und Mehl hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Ist der Teig sehr klebrig, gebt etwas Mehl hinzu. Er darf jedoch etwas schlonziger sein als die anderen Mürbteige, die ihr bisher zubereitet habt.
  2. Lasst ihn für eine Stunde im Kühlschrank chillen.
  3. Nun formt ihr kleine Kugeln und setzt sie auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech. Haltet genügend Abstand zwischen den Plätzchen, denn sie zerlaufen ein bisschen.
  4. Schiebt sie bei 180 Grad für 6 Minuten in den Ofen.
  5. Sind die Plätzchen abgekühlt, streicht ihr zwischen die beiden Hälften Nougat.

Mit Omas Rezepten kann in eurer Weihnachtsbäckerei nichts mehr schiefgehen.

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