Brandenburg Zwei Tote durch Silvester-Böller

Von red/dpa 

Mit fröhlichen Partys begrüßten viele Brandenburger das neue Jahr. Polizei und Rettungskräfte waren wieder in erhöhter Alarmbereitschaft - denn häufig gibt es Unfälle mit Feuerwerkskörpern, bei diesem Jahreswechsel auch mit tödlichem Ausgang.

Zwei Brandenburger sind durch Böller tödlich verletzt worden (Symbolbild). Foto: dpa
Zwei Brandenburger sind durch Böller tödlich verletzt worden (Symbolbild). Foto: dpa

Potsdam - Bei tragischen Unglücken mit Feuerwerkskörpern sind zum Jahreswechsel in Brandenburg zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 35-jähriger Mann starb in Gusow-Platkow (Märkisch-Oderland), als er Knaller in seinem Garten zündete, wie die Polizei am Montag mitteilte. In Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) kam ein 19-Jähriger kurz nach Mitternacht durch selbstgebautes Feuerwerk ums Leben. Zahlreiche Menschen wurden durch Böller darüber hinaus verletzt. So erlitt in Flecken-Zechlin (Ostprignitz-Ruppin) ein Elfjähriger durch einen illegalen Böller schwere Verletzungen im Gesicht.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dankte den Einsatzkräften, die über Silvester Dienst hatten. „Sie haben für unsere Sicherheit gesorgt.“ 500 zusätzliche Kräfte der Polizei waren in der Silvesternacht unterwegs, davon die Hälfte Bereitschaftspolizei. Auch zahlreiche der rund 39 000 Feuerwehrleute seien in Alarmbereitschaft gewesen, sagte Woidke (SPD).

19-Jähriger von selbstgebautem Feuerwerk tödlich verletzt

Die Feuerwerkskörper, durch die der 35-Jährige in Gusow-Platkow getötet wurde, explodierten aus unbekannter Ursache, wie Torsten Herbst, Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, sagte. Gäste der Party leisteten dem Schwerverletzten erste Hilfe. Doch trotz Einsatzes eines Notarztes erlag der Mann noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Der 19-Jährige in Kleinmachnow wollte nach Polizeiangaben bei einer Feier ein selbstgebautes Feuerwerk zünden und dabei am Kopf getroffen. Er starb trotz sofortiger Reanimationsversuche auf der Straße. Nach Polizeiangaben sicherten Kriminaltechniker und Spezialisten des Landeskriminalamtes bis Montagvormittag Spuren. Herkunft und Bestandteile des Feuerwerks sollen ermittelt werden.

Ein sogenannter Polenböller verletzte einen Elfjährigen in Flecken-Zechlin (Ostprignitz-Ruppin) vor allem an den Augen. Er war nach Polizeiangaben aus einer Gruppe von Jugendlichen heraus mit Knallern beworfen worden. Von insgesamt acht Tatverdächtigen wurden die Personalien aufgenommen. Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und fahrlässige Körperverletzung wurden aufgenommen. Die Kriminalpolizei ermittelt.