CMT-Bilanz der Touristiker aus dem Stauferkreis positiv Jetzt muss erst mal nachgedruckt werden

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Bei der Touristikgemeinschaft Stauferland und bei der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf sind die Verantwortlichen mit dem Zuspruch bei der CMT ebenso zufrieden wie die Macher im Landkreis Göppingen und in der Hohenstaufenstadt.

Märklin-Lok am Messestand: auch Lisa Herr vom Göppinger Stadtmarketing hatte auf der CMT alle Hände voll zu Foto: Steinert
Märklin-Lok am Messestand: auch Lisa Herr vom Göppinger Stadtmarketing hatte auf der CMT alle Hände voll zu Foto: Steinert

Kreis Göppingen - Die Stände sind abgebaut, die bunten Reklame-Banner eingerollt, die Aktionsflächen freigeräumt und die Werbeprospekte in den heimischen Büroschränken verstaut. Für die Tourismusmacherinnen und -macher aus dem Stauferkreis ist die CMT 2016 bereits wieder Geschichte. Und obwohl die Besucherzahlen insgesamt um etwa zehn Prozent niedriger waren als im vergangenen Jahr, fällt die Messebilanz aus lokaler Sicht ausgesprochen positiv aus.

Holger Bäuerle, der Tourismusmanager des Landkreises Göppingen, ist mit der Frequenz am neu gestalteten Stand sehr zufrieden gewesen. „Wetterbedingt war am Auftaktwochenende zwar etwas weniger Betrieb, dafür war die ganze Woche über richtig was los.“ Das sei zwar etwas ungewöhnlich, habe der Sache aber nicht geschadet. „So hatten wir mehr Zeit für tiefergehende Gespräche und konnten gezielt auf alle Fragen eingehen“, erklärt er. Sehr gut gelaufen seien die Info-Broschüren über die Rad-Wander-Busse zum Reußenstein. Vor allem die Besucher aus der Region Stuttgart hätten sich davon inspirieren lassen. „Es ist deshalb auch sehr erfreulich, dass die Angebote jetzt sogar noch erweitert werden“, fügt Bäuerle hinzu.

Noether: Kombination aus Radeln und Wandern passt

Isabell Noether, die Projektleiterin der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf, die am gleichen Stand vertreten war, teilt diese Einschätzung: „Es lief gut, so dass wir unsere Material über den Albtraufgänger raushauen mussten.“ Das Feedback derer, die den „Qualitätswanderweg“ – ganz oder in Teilen – bereits absolviert haben, sei äußerst positiv gewesen, fährt sie fort. „Das ist schön, das auch mal aus dem Mund von Gästen zu hören“, betont Noether, die damit rechnet, „dass das Wandern und das Radfahren im Sommer wieder einen Schwerpunkt bilden“. Die Kombination passe zum Stauferkreis. „Für eine gewisse Zeit sind wir jetzt aber blank, weil unsere Albtraufgänger-Broschüre erst mal nachgedruckt werden muss“, sagt sie lachend.

Bei der Touristikgemeinschaft Stauferland hat nach den Worten des Geschäftsführers Holger Siegle ebenfalls Hochbetrieb geherrscht. Am ersten Sonntag und am Freitag darauf sei etwas weniger los gewesen. „Aber insgesamt hat’s gepasst, zumal wir mit unseren Tagespräsentationen ja immer einen Magneten zu bieten hatten, der die Leute angelockt hat.“ Aus Siegles Sicht kommt das Thema Staufer auch auf der CMT gut an: „Es hat einen echt tollen gemeinsamen Effekt gehabt, dass Schwäbisch Gmünd mit seinem Stauferfestival im Juni und Göppingen mit den Staufer-Festspielen im September einen durchgängigen roten Faden spinnen konnten.“

Bäuerle: Unsere Schwerpunkte werden gut angenommen

Lisa Herr vom Göppinger Stadtmarketing sieht das genauso: „Die neue Konzeption der Regio Stuttgart hat die Position unseres Standes verbessert und kam bei den Messebummlern gut an.“ Ein wichtiger Anziehungspunkt sei die großformatige Foto-Kombination aus Schlossplatz und Märklin-Lok gewesen. „Da erzählen vor allem die Männer, was sie von Märklin alles zuhause haben, und kommen auch miteinander ins Gespräch“, schildert Herr ihre Beobachtungen. Super gelaufen sei auch der Thementag mit den Frisch-Auf-Spielerinnen und -Spielern, ergänzt sie.

Holger Bäuerle sieht die touristischen Aktivitäten im Kreis insgesamt auf dem richtigen Weg: „Es ist sehr erfreulich, dass die Dinge, auf die wir unser Hauptaugenmerk legen, auch wirklich gut ankommen.“

Rad-Wander-Bus fährt öfter

Die Broschüren des VVS über die sonntäglichen Rad-Wander-Busse zum Reußenstein waren noch druckfrisch, als das Angebot abermals erweitert wurde. Dass die Linie von Kirchheim aus nun auch in ­Aichelberg eine Haltestelle ansteuert, konnte in dem Heftchen ebenso wenig berücksichtigt werden wie die Tatsache, dass es zwei zusätzliche Abfahrtszeiten von Göppingen aus gibt. Weil der Kreistagsausschuss für Umwelt und Verkehr (AUV) die Mehrkosten von 9300 Euro abgesegnet hat, wird vom ZOB der Hohenstaufenstadt aus nun auch um 8.25 Uhr und um 10.25 Uhr ein Rad-Wander-Bus verkehren. Damit entsteht, um der großen Nachfrage gerecht zu werden, bis um die Mittagszeit ein Stundentakt.

Durch die zusätzlichen Busse können jetzt auch Bezgenriet und Bad Boll als weitere Zustiegsoptionen angesteuert werden, womit einer Forderung der Ausschussmitglieder entsprochen werden konnte. Möglich wird das Zusatzangebot vom 1. Mai an, weil sich das Gruibinger Busunternehmen Hildenbrand einen zweiten Fahrradanhänger anschafft und diesen kostengünstig an den Kreis vermietet. In die VVS-Broschüre, so sie nach der CMT nicht eh schon vergriffen ist, wird ein Flyer, mit den zusätzlichen Abfahrtszeiten eingelegt.

Radaktionstag am 25. September

Sein zertifiziertes Profil der Fahrradfreundlichkeit will der Stauferkreis aber noch mit einem weiteren Angebot untermauern. So wird es am 25. September wieder einen Radaktionstag geben. Nachdem für die Veranstaltungspremiere 2012 die ganze B 10 zwischen Ebersbach und Süßen gesperrt worden war, was viele Autofahrer und Anwohner wegen der Staus auf den Ausweichstrecken verärgerte, findet die ­Abschlussveranstaltung heuer auf dem B-10-Stummel am Ende der Ausbaustrecke statt, womit die Sperrung erst hinter Eislingen beginnt. Eingebunden in das Konzept sind das Apfelfest in Schlat und der ­Süßener Bummel. Die Kosten in Höhe von höchstens 20 000 Euro hat der AUV ­bereits abgesegnet




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