Corona-Huster und Schniefscham Holländer haben neues Corona-Wörterbuch

Von red/dpa 

Corona-Frisur, Händeschüttelverbot, Corona-Huster, Lockdown-Party: Die Corona-Krise hat das Niederländische um mehr als 700 neue Wörter bereichert.

Mehr als 700 umfasst das neue online Corona-Wörterbuch. Foto: dpa/Daniel Reinhardt
Mehr als 700 umfasst das neue online Corona-Wörterbuch. Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Amsterdam  - Corona-Huster, Händeschüttelverbot, Lockdown-Party: Die Corona-Krise hat das Niederländische um viele neue Wörter bereichert. Mehr als 700 umfasst das neue online Corona-Wörterbuch, wie der niederländische TV-Sender NOS am Samstag berichtet. Es ist eine Initiative des Chefredakteurs des Standard-Wörterbuchs Van Dale, Ton den Boon.

In dem Wörterbuch finden sich viele zusammengesetzte Wörter wie Corona-Krise, aber auch Corona-Huster. So heißen diejenigen, die Polizisten bei einer Festnahme absichtlich anhusten. Dazu gehören auch neue Kombinationen wie Lockdown-Kilos oder Corona-Frisur - gemeint ist der zwangsläufig wilde Haarwuchs, weil die Friseure geschlossen sind, oder der misslungene Haarschnitt, weil man selbst zur Schere griff.

„Eineinhalbmeter-Gesellschaft“

70 Wörter, so schätzt der Sprachwissenschaftler, könnten dauerhaft in das Standard-Wörterbuch aufgenommen werden. Dazu gehört sicher die Eineinhalbmeter-Gesellschaft. Übrigens machten es die Briten bereits vor. Erst kürzlich war das renommierte Wörterbuch Oxford English Dictionary wegen der Corona-Pandemie außerhalb der Reihe aktualisiert worden.

Zum Corona-Klassiker wurde bereits „hamsteren“. Das von den für ihre Sparsamkeit bekannten Holländern sowieso geliebte Wort bekam durch das Horten von Klo-Papier eine neue negative Bedeutung. Und nach der Flugscham kennen Niederländer nun auch die „Snotterschaamte“. Schniefscham fühlt jemand, der in Gesellschaft anderer plötzlich niesen oder schniefen muss.




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