Corona-Pflichttest in Baden-Württemberg Winfried Kretschmann schließt Kostenübernahme nicht aus

Von red/dpa/lsw 

Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Land die Kosten für die geplanten Corona-Pflichttests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten übernimmt. Das sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag. Allerdings müsse die Frage der Bezahlung noch geklärt werden.

Winfried Kretschmann will die Frage nach der Kostenübernahme für die geplanten Corona-Pflichttests in den kommenden Tagen klären. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Winfried Kretschmann will die Frage nach der Kostenübernahme für die geplanten Corona-Pflichttests in den kommenden Tagen klären. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Stuttgart - Das Land wird die Kosten für die geplanten Corona-Pflichttests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten möglicherweise übernehmen. Zwar müsse die schwierige Frage der Bezahlung noch geklärt werden, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Aber es sei nicht ausgeschlossen, dass die Kosten vom Land getragen würden und nicht von den Urlaubern bezahlt werden müssten. „Das sind immer Abwägungsfragen“, sagte Kretschmann. „Es nützt nichts, wenn man nur rein rechtlich verfährt, und nachher lassen sich die Leute nicht testen.“ Die Frage solle in den kommenden Tagen geklärt werden.

Lesen Sie hier: Ist der Zwangstest überhaupt erlaubt?

Nach Angaben der Landesregierung soll es für die Tests neben einer stationären Einrichtung am Stuttgarter Flughafen eine mobile Möglichkeit am weniger genutzten Airport in Friedrichshafen geben. Die Laborkosten übernehme der Bund, sagte Kretschmann. „Die Kosten für Infrastruktur und Entnahme müssen wir dann wahrscheinlich eben tragen.“ Auf längere Sicht sollen die Reisenden über die Ticketpreise die Ausgaben für die Bereitstellung der Tests übernehmen.

Am Montag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine entsprechende Testpflicht angekündigt, die voraussichtlich kommende Woche in Kraft treten soll. Die Tests sollen für alle kostenfrei sein, hatte er im ZDF-„Heute Journal“ und in den ARD-„Tagesthemen“ gesagt.

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