Coronavirus in Baden-Württemberg Wirtschaft fordert Impfen durch Betriebsärzte

Der Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), Wolfgang Grenke. (Archivbild) Foto: dpa/Marijan Murat
Der Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), Wolfgang Grenke. (Archivbild) Foto: dpa/Marijan Murat

Die Industrie- und Handelskammertag und der Verband Unternehmen Baden-Württemberg erhöhen den Druck auf die Politik und fordern, mehr in die Impfkampagne gegen das Coronavirus miteingebunden zu werden.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Vor dem Impfgipfel des Gesundheitsministerium erhöhen der Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und der Verband Unternehmen Baden-Württemberg (UBW) den Druck auf die Politik. Beide Verbände forderten am Donnerstag in Stuttgart nachdrücklich, die Betriebs- und Werksärzte rasch in die Kampagne mit einzubeziehen.

BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke und UBW-Präsident Rainer Dulger erklärten: „Nur so können wir möglichst schnell in eine wirtschaftlich wirklich planbare Situation für viele von Corona schwer getroffene Betriebe kommen und die Inzidenzfixierung nachhaltig überwinden.“. Viele Unternehmen stünden mit ihren Betriebsärzten längst in den Startlöchern und böten sich aktiv für entsprechende Pilotprojekte an.

Um die Corona-Impfkampagne voranzutreiben, will Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Freitag (11 Uhr) in einer Videoschalte mit Kommunalpolitikern, Sozialverbänden sowie Vertretern etwa von Ärztekammer, Apothekerverband und Krankenhausgesellschaft sprechen. Es geht um einen Plan für den Moment, ab dem deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Aus der Opposition kam bereits Kritik, Lucha wolle von Versäumnissen zum Beispiel bei Senioren ablenken. Hausärzte wiederum fürchten, dass das Impfchaos in ihre Praxen verlagert wird.

Unsere Empfehlung für Sie