Das Blühende Barock erhöht die Preise Feuerwerk-Streit: Spektakel für 2020 sind gebucht

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Im März beginnt die neue Saison im Ludwigsburger Blühenden Barock. Was die Besucher nicht begeistern wird: Die Preise für Tages- und Dauerkarten steigen.

Laser statt Pyrotechnik? Lichtshow zum Landesjubiläum 2012 Foto: ppfotodesign//Max Kovalenko
Laser statt Pyrotechnik? Lichtshow zum Landesjubiläum 2012 Foto: ppfotodesign//Max Kovalenko

Ludwigsburg - Wir lassen uns von solchen Gruppen nicht aus dem Takt bringen“, sagt Volker Kugel und reagiert damit auf eine von den Grünen angeführte Initiative, die Feuerwerke in Ludwigsburg verbieten möchte. Wie auch immer der Blüba-Aufsichtsrat entscheiden werde, auf die im März beginnende Saison habe das keinen Einfluss, sagt der Geschäftsführer des Blühenden Barock: „Die Feuerwerke für 2020 sind gebucht.“ Eine ganz andere Debatte könnte in diesem Jahr aber die neuen Gebührentabelle auslösen: Die Eintrittspreise steigen im Schnitt um acht bis zehn Prozent.

Bisher kostet die Dauerkarte für Erwachsene 33 Euro, jetzt müssen dafür 35 Euro gezahlt werden – im Vorverkauf; nach Saisonbeginn kostet sie 42 Euro. Das Tagesticket für Erwachsene kostet zehn Euro (bisher neun), Kinder von vier bis 15 Jahren zahlen 4,80 Euro (statt 4,50 Euro). Die Familienkarte 1 – Eltern mit einem Kind – soll im Vorverkauf 88 Euro (bisher 80 Euro), später 100 Euro kosten, die Familienkarte 3 – für Alleinerziehende mit einem Kind – im Vorverkauf 55 Euro (bisher 50 Euro), in der Saison 66 Euro.

„Wir wollen keine Verluste machen“

„Das ist ein ähnlicher Preisanstieg wie vor drei Jahren“, erläutert der Blüba-Chef. Die Erhöhung sei nötig, um die gestiegenen Gehälter der Mitarbeiter und auch höhere Kosten für Handwerker ausgleichen zu können. „Wir müssen wirtschaftlich sauber auf Kurs kommen“, meint Kugel. „Wir möchten keinen Verlust machen, und wir wollen auch nicht alle zwei Jahre um mehr Zuschüsse bitten müssen.“

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In Bezug auf den Feuerwerk-Streit warnt der Leiter des Blühenden Barocks vor einer ideologischen Debatte. Er stehe auch Laser-Shows offen gegenüber, aber davon, alle Feuerwerke durch Lichtshows zu ersetzen, hält er nichts. Zum einen nutze sich der Effekt ab, zum anderen sei eine solche Performance sehr viel teurer. „Wir haben das einmal 2012 beim Landesjubiläum gemacht, aber das hat damals 200 000 Euro gekostet.“ Das sei vier- oder gar fünf Mal mehr als für ein pyrotechnisches Spektakel gezahlt werden müsse.

„Im Übrigen reden wir ja nicht von einem Silvesterfeuerwerk“, sagt Kugel. „Unsere Feuerwerke werden von Profis gemacht, das ist etwas anderes.“ Er wolle das Feinstaubproblem nicht wegreden, aber man müsse auch die Gegenrechnung aufmachen: Der Stromverbrauch einer Lichtshow sei so enorm, dass man nicht von einer klimaneutralen Technologie sprechen könne: „Und für die Tierwelt ist Laser mindestens so gefährlich wie ein Feuerwerk.“ Am Ende entscheide das Publikum: Üblicherweise kalkuliere das Blüba mit 8000 Besuchern, 2019 seien 12 000 zum Musikfeuerwerk gekommen.

Circus Roncalli kommt wieder

„Wir werden immer wieder angefragt, ob wir nicht im Winterhalbjahr eine Eisbahn oder einen Weihnachtsmarkt im Märchengarten aufbauen möchten“, sagt Kugel. „ Aber wir konzentrieren uns lieber auf den Sommer.“ Darum beginne die Saison wieder mit einer Schau zum Thema Frühlingserwachen, während es zum Ende hin wieder eine Kürbisausstellung gebe, diesmal mit Motiven rund um die Musik.

Ein Höhepunkt werde ein Gastspiel des Circus Roncalli sein, der zum dritten Mal seine Zelte im Südgarten aufschlagen wird: vom 12. August bis 6. September.




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