Das Rezept der Woche Kochen im Homeoffice: Bärlauch von der Alb

Von Michael Weier 

Unsere Köche machen Pause, wir kochen nun im Homeoffice! Heute mit einem Mitbringsel unserer Wanderungen auf der schwäbischen Alb: Mit Bärlauch, der sich nicht nur für ein Pesto eignet, wie dieses Rezept beweist.

Das Risotto mit der Garnele macht auch optisch was her. Foto: Michael /Weier 12 Bilder
Das Risotto mit der Garnele macht auch optisch was her. Foto: Michael /Weier

Stuttgart - Die Kanzlerin mahnt, wir halten uns also diszipliniert an die Regeln, verzichten weiter auf soziale Kontakte. Was schwer fällt, denn unsere Köche sind lieb gewonnene Freunde. Bleibt die Freude, wenn sie unsere Rezepte mit einem nach oben gereckten Daumen beurteilen, wie das Thomas Adam gemacht hat. Der vegane Koch aus Feuerbach schaut genau hin, obwohl er künftig wieder weniger Zeit haben dürfte, in der nächsten Woche fängt auch er wieder mit dem Kochen an und setzt auf Mitnahme statt sozialer Kontakte, die ihm sonst so wichtig sind.

Aber darauf verzichten wir weiter, dafür schauen wir auf die positiven Seiten einer solchen Zeit. Die schwäbische Alb habe ich inzwischen gut kennengelernt. Wandern mit Abstand geht hervorragend. Mein achtjähriger Sohn war dabei am meisten begeistert, was man so alles findet. Blumen. Stöcke. Vor allem aber Bärlauch. Den gibt’s auf der Alb in Massen. Natürlich haben wir Klassiker wie Pesto gemacht, aber angesichts des Nudel-Wahns wollte ich auch mal auf ein anderes Rezept hinweisen: Ein Risotto geht mit Bärlauch ganz hervorragend. Risotto ist ohnehin ein unterschätztes Gericht, meine Frau ist längst der größte Fan davon. Risotto geht eigentlich mit allem – und total einfach. Wichtig ist in erster Linie: Immer die Uhr stellen, nach genau 18  Minuten ist das Gericht perfekt. Und das ständige Rühren muss auch nicht sein, genügend Flüssigkeit dazu geben reicht völlig. Mit selbst gesammelten Zutaten ist das Ganze gleich ein noch größerer Genuss.

Die Zutaten für vier Personen

80 g Bärlauch

250 g Risottoreis

1 große Zwiebel

60 g Parmesan

1 l Gemüsebrühe

100 ml Weißwein

20 g Butter

Salz und Pfeffer

8 Riesengarnelen

Olivenöl

Die Zubereitung

Zunächst den Bärlauch sehr ordentlich unter laufendem Wasser putzen. Wenn man ihn in der freien Natur pflückt, ist dies wichtig. Dann klein hacken. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Olivenöl glasig dünsten. Bevor sie Farbe annehmen, den Reis dazu geben und mitbraten, bis er leicht glasig wird. Mit dem Weißwein ablöschen und einkochen. Dann Brühe dazu geben. Ganz wichtig ist dabei: Die Uhr stellen! Das Risotto braucht genau 18 Minuten. Wenn Flüssigkeit fehlt, mehr Brühe dazugeben. Danach vom Herd nehmen und die kalte Butter, den Bärlauch und den geriebenen Parmesan unterrühren.

Die Riesengarnelen mit der Schale in Olivenöl von jeder Seite zwei Minuten anbraten. Wer mag, kann etwas Knoblauch dazugeben, das Risotto bringt aber schon viel Knoblaucharoma mit.

Der Kochtipp

Hobbykoch
Michael Weier findet zwar die Garnelen zum Bärlauch ideal, man kann sie aber auch durch Jakobsmuscheln ersetzen. Oder, für Vegetarier, durch grünen Spargel.

Der Weintipp

Für das Homecooking
habe ich die Cuvée Weiß vom Weingut Knauß (7,90 Euro) in Strümpfelbach geöffnet. Der betörende Duft der zwei Aromasorten Kerner und Müller-Thurgau und die Frische des darin enthaltenen Rieslings verströmen ein herrliches Frühlingsgefühl.

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