Wird sie Donald Trump attackieren oder nicht? Das fragten sich viele Fans vor dem Auftritt von Lady Gaga in der Halbzeitshow des Superbowls in Houston. Die Sängerin tat es auf ihre Art.

Houston - Popstar Lady Gaga hat sich beim Football-Finale Super Bowl in den USA am Sonntag für Toleranz stark gemacht. Die Sängerin, die in einem metallisch glänzenden Einteiler an Stahlseilen von der Decke der NRG Arena in Houston im Bundesstaat Texas herabschwebte, begann ihre Show mit einigen Zeilen aus den Songs „God Bless America“ von Irving Berlin und der US-Ersatzhymne „This Land is Your Land“ von Woody Guthrie, in der die USA als Nation der Freiheit und Gleichheit besungen werden. „Wie geht’s, Amerika?“ fragte sie während sie auf dem Spielfeld an einem Klavier saß – in diesem Augenblick die größtmögliche Plattform in den Vereinigten Staaten, vielleicht sogar der Welt. Und in diesen Zeiten wurde aus dieser Alltagsfloskel eine bedeutsame Frage, die sie unbeantwortet ließ.

Lady Gaga sang ihre größten Hits

Ansonsten hielt sich die Sängerin mit direkten Kommentaren zu Trump und seiner Politik zurück. Doch allein die Präsenz von Lady Gaga war Statement genug. Schließlich ist die Künstlerin eine streng gläubige Christin, die sich als bisexuell bezeichnet, sich für die gleichgeschlechtliche Ehe einsetzt und gegen sexuelle Gewalt ansingt. Auf dem Rasen, auf dem sich kurz zuvor die Football-Teams der Atlanta Falcons und der New England Patriots in die Halbzeitpause verabschiedet hatten, sang Lady Gaga anschließend einige ihrer größten Hits, darunter „Poker Face“, „Born This Way“ und „Just Dance“. Die Show während der Halbzeitpause erzielt mit 110 Millionen Zuschauern allein in den USA höchste Einschaltquoten. Hier geht’s zur Bildergalerie.

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