E-Mobilität in Friolzheim Öffentliche Ladesäule ist nicht nur für Carsharing

Immer mehr Menschen setzen auf Elektroautos. Foto: dpa
Immer mehr Menschen setzen auf Elektroautos. Foto: dpa

Gemeinde setzt mit „Energie Calw“ auf Elektromobilität. Im Ort wird ein E-Mobil stationiert.

Friolzheim - Die Gemeinde Friolzheim bewegt sich in Richtung Elektromobilität. In Zusammenarbeit mit Energie Calw (ENCW) soll schon bald an einem Standort „rund ums Rathaus“ eine öffentliche Ladesäule installiert werden und außerdem mindestens ein Carsharing-Fahrzeug in der Gemeinde seinen Standort finden. „Prima, dass man die Initiative ergreift“, würdigte stellvertretend CDU-Gemeinderat Rainer Benzinger den einstimmigen Beschluss des Gremiums.

Ins Rollen gebracht hatte die Sache ein Antrag der Freien-Wähler (FWV)-Fraktion vom Februar. Helmut Jentner und seine Mitstreiter baten die Verwaltung darum, „Möglichkeiten zur Förderung der Elektromobilität in Friolzheim zu erkunden und insbesondere für die Errichtung von Ladesäulen Vorgespräche mit geeigneten Betreibern zu führen“. Das geschah mit Vertretern der ENCW umgehend. Deren Repräsentantin Ricarda Becker stieß mit ihrem nun im Gemeinderat vorgestellten Modell auf ungeteilte Zustimmung. Der große Vorteil gegenüber anderen Anbietern: Das mit einer Doppelladesäule zur Verfügung gestellte E-Mobil muss nicht zwingend zum Ausgangspunkt zurückgebracht, sondern kann nach Bedarf auch an anderen Verbundstandorten zurückgelassen werden. ENCW selbst verfügt aktuell über 60 Ladepunkte in Calw und Region und plant bis Jahresende 2018 weitere 140.

Wirtschaftlichkeit ist nicht das erste Ziel

Auf die Gemeinde Friolzheim kämen für die Ladesäule neben deren Stromzuführung abzüglich öffentlicher Förderung nur voraussichtliche Kosten von unter 10 000 Euro zu. Bereits ab 13 Buchungen pro Monat könne das mitgelieferte E-Mobil wirtschaftlich betrieben werden, so Ricarda Becker. Doch sei Wirtschaftlichkeit in den ersten 24 Monaten ohnehin nicht das oberste Ziel. „Wir wollen, dass Elektromobilität auf die Straße kommt“, sagte die ENCW-Frau, deren Unternehmen die Ladesäule mit Ökostrom beliefert. Freudige Zustimmung bei Kämmerer Matthias Britsch erntete ihr Hinweis, dass die Gemeinde mit rund 250 Euro monatlichen Erlösen durch „Fremdtanker“ an der öffentlichen Ladesäule rechnen könne. „Wir wollen das Thema angehen und eine Vorbildfunktion entwickeln“, bekräftigte Bürgermeister Michael Seiß. Zusätzlich untermauert durch die ungeteilte Zustimmung aller Anwesenden zum FWV-Antrag, die Elektromobilität und alles, was damit zusammenhängt, auch in Zukunft offensiv weiter zu verfolgen.




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