Eiswelt Stuttgart Akute Glatteisgefahr bei der feierlichen Eröffnung

Von Julia Nonnenmacher 

Nach fast zweijähriger Umbauzeit ist das Eissportzentrum in Degerloch feierlich eingeweiht worden - als neue Eiswelt Stuttgart.

Mitglieder der Vereine auf der Waldau haben das Eröffnungsprogramm gestaltet. Foto: Rudel
Mitglieder der Vereine auf der Waldau haben das Eröffnungsprogramm gestaltet. Foto: Rudel

Waldau - Aufgeregt stand die kleine Oksana Markush am Rand der neuen Eisbahn auf der Waldau. Es nahte ihr erster Auftritt vor großem Publikum. Im Rahmen der Eröffnung des Eissportzentrums führte die Achtjährige mit ihrer Eiskunstlaufgruppe eine Kür zur Musik von Walt Disney auf. "Ich bin schon ziemlich aufgeregt und will, dass es endlich losgeht", sagte das Mädchen, das sich seit ihrem sechsten Lebensjahr aufs Glatteis begibt.

Endlich loslegen wollte auch Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU), der die neue Eiswelt mit seiner Rede offiziell eröffnete: "Mit diesem Eissportzentrum haben wir einen großartigen Anziehungspunkt für alle Sportbegeisterten geschaffen. Wir wollen damit die Tradition des Eissports fortsetzen", sagte Schuster. Auch Ralph König vom Regierungspräsidium Stuttgart zeigte sich erfreut darüber, dass nach eineinhalb Jahren baustellenbedingter Schließung die Anlage nun wieder geöffnet ist. Künftig solle das Zentrum für alle Menschen eine Welt bieten, die Freude am Eiskunstlauf hätten, so König.

Namensgeber ist stolz

Aus allen Richtungen strömten die Menschen am Sonntag zu der Eröffnungsfeier. Lange Warteschlangen bildeten sich an der Kasse, und wer am Mittag noch einen Parkplatz oder ein Schließfach ergattern konnte, landete einen Glückstreffer. Gedränge herrschte nicht nur bei der Showgala, bei der Mitglieder der fünf eissporttreibenden Vereine ihr Können unter Beweis stellten und die Besucher mit Sprüngen, Pirouetten und ausgefallenen Drehungen und Dehnungen verzauberten, sondern auch in der Halle eins.

Hier konnten die Gäste selbst Eis laufen. So mancher Besucher nützte allerdings lieber eine Eislaufhilfe. Für alle Mutigen war ein Mitmachprogramm auf die Beine gestellt worden. Interessierte konnten sich an Eisstockschießen, Eishockey oder Eistanz versuchen. Angelika Ladner, die mit ihrem Sohn und einigen Freunden gekommen war, fand die Eröffnung gelungen: "Die Eisbahn ist zwar voll, aber ich finde das Programm abwechslungsreich." Ein kleines bisschen stolz blickte auch Jörn Hartmann drein. Der 38-Jährige ist der Gewinner des Namenwettbewerbs für das neue Eissportzentrum. Dass ausgerechnet sein Vorschlag ausgewählt werden würde, damit hätte er nie gerechnet. Es fühle sich gut an, ein Stück zum neuen Eissportzentrum beigetragen zu haben, sagt Eiswelt-Erfinder Hartmann.

Hier gibt es die Bilder von der Eröffnung

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