Europameisterschaft 2021 London könnte der Verlust des EM-Finals drohen

Im Wembley-Stadion soll am 11. Juli das EM-Finale stattfinden. Foto: imago sportfotodienst 37 Bilder
Im Wembley-Stadion soll am 11. Juli das EM-Finale stattfinden. Foto: imago sportfotodienst

Am 11. Juli soll im Wembley-Stadion in London das Finale der Fußball-EM stattfinden. Aktuellen Berichten zufolge, könnte das Spiel aber doch noch verlegt werden. So soll die UEFA die englischen Behörden dazu auffordern, Corona-Ausnahmeregelungen für VIPs zu beschließen.

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Nyon - Kurz vor den K.o.-Spielen im Londoner Wembley-Stadion erhöht die Europäische Fußball-Union den Druck auf die englischen Behörden, Corona-Ausnahmeregelungen zu beschließen. Einen Bericht der britischen „Times“, wonach sogar die Verlegung von Halbfinals und Endspiel nach Budapest diskutiert werden könne, kommentierte die UEFA zurückhaltend, aber auch mit dem Satz: „Es gibt immer einen Notfallplan, aber wir sind zuversichtlich, dass die Finalwoche in London ausgerichtet wird.“

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In Wembley sind in der kommenden Woche zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen. Für die K.o.-Runde sollen bis zu 45.000 Zuschauer zugelassen werden, was 50 Prozent der Gesamtkapazität des Stadions entspricht.

Ausnahmeregelungen für VIP-Gäste

Die „Times“ berichtet, in den Verhandlungen gehe es insbesondere um die VIP-Gäste, für die nicht dieselben, strikten Corona-Regeln bei der Einreise gelten sollen wie für normale Rückkehrer oder Einreisende. In Großbritannien breitet sich derzeit die in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus rapide aus und treibt trotz hoher Impfquote die Zahl der Neuinfektionen deutlich in die Höhe. Bereits geplante weitere Lockerungen wurden aufgeschoben, bei der Einreise aus fast allen Ländern ist eine Quarantäne Pflicht.

„Im Moment sind wir in Gesprächen mit den lokalen Behörden, um zu versuchen, den Fans der teilnehmenden Mannschaften die Teilnahme an den Spielen zu ermöglichen“, teilte die UEFA mit und schrieb von „strikten“ Test- und Coronablasen-Konzepten. Der Aufenthalt der Zuschauer aus dem Ausland würde dann weniger als 24 Stunden andauern, die Bewegung vor Ort auf „genehmigte Transportmittel und Veranstaltungsorte beschränkt“ werden.

Scharfe Kritik der Briten an geplanten Ausnahmeregelungen gut möglich

„Wir verstehen den Druck, unter dem die Regierung steht, und hoffen, dass wir einen zufriedenstellenden Abschluss unserer Gespräche in dieser Angelegenheit erreichen können“, teilte die UEFA mit. Die britische Regierung wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. Der „Times“ zufolge besteht die Sorge, dass die Briten die Ausnahmen für die EM in der aktuellen, Besorgnis erregenden Lage, scharf kritisieren würden.

In Deutschland gelten bis zum 28. Juli Ausnahmen von der Corona-Quarantänepflicht bei der Einreise aus Virusvariantengebieten - allerdings nur für die, die zur Teilnahme, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert sind. Also beispielsweise auch für Journalisten, die von den Spielen berichten.




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