Extinction Rebellion Umweltaktivisten färben Spree in Berlin und Lausitz „giftgrün“

Von red/dpa 

Aktivisten von Extinction Rebellion haben Teile des Wassers in der Spree im Berliner Regierungsviertel bei der Aktion „Kohle vergiftet“ mit dem Farbstoff Uranin giftgrün gefärbt. Sie wollen auf die weitreichenden Schäden der Kohleförderung für Mensch und Umwelt aufmerksam machen.

Das Wasser der Spree im Regierungsviertel  leuchtet in grüner Farbe. Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ
Das Wasser der Spree im Regierungsviertel leuchtet in grüner Farbe. Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ

Berlin - Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben im Berliner Regierungsviertel und in Zerre (Lausitz) das Wasser der Spree grün eingefärbt. „Die Flüsse stehen beispielhaft für eine Vielzahl an Gewässern, die durch die Kohlegewinnung verseucht wurden und werden“, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. Dem Wasser wurde bei den Aktionen nach Angaben von Extinction Rebellion der „giftgrüne“ Farbstoff Uranin zugesetzt. Dieser Stoff sei unbedenklich und werde auch zur Gewässermarkierung eingesetzt, hieß es in der Mitteilung.

„Die Hoffnung ist, dass Leute das sehen und sich informieren“, sagte Extinction Rebellion-Sprecherin Clara Dilger. Die Aktion solle auf die Verschmutzung des Wassers durch Kohleabbau aufmerksam machen, gaben die Aktivisten an. Neben der Spree wurde am Donnerstag auch die Rur im nordrhein-westfälischen Düren grün gefärbt.

Berliner Feuerwehr entnimmt Proben

Die Berliner Feuerwehr entnahm nach eigenen Angaben vor Ort eine Gewässerprobe und übergab sie der Polizei. Eine entsprechende Anzeige wegen des Verdachts der Wasserverunreinigung sei aufgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion trat zuletzt immer wieder mit aufsehenerregenden Aktionen in Erscheinung. In Potsdam waren im April verschiedene Statuen mit Protestplakaten für den Klimaschutz geschmückt worden. Die Aktivisten fordern unter anderem, dass die Corona-Hilfsgelder für die Wirtschaft nicht bedingungslos verteilt werden sollten. Finanzhilfen für Unternehmen müssten stattdessen auch an Bedingungen zu Klimaneutralität geknüpft werden.

In Berlin hatten sich Anfang Oktober mehrere Tausend Menschen an einer Aktionswoche von Extinction Rebellion beteiligt. Zu den Strategien der Gruppe gehören Aktionen zivilen Ungehorsams wie Flashmobs, Fahrraddemos sowie Brücken- und Straßenblockaden.




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