Feiern in Stuttgart Die besten Locations für die Geburtstagsparty

Von Ina Schäfer 

Ein siebzigster Geburtstag über den Dächern Stuttgarts, ein vierzigster mit Blick auf pinkfarbene Flamingos, ein dreißigster wie in alten Zeiten: Wer in der Stadt gebührend Geburtstag feiern möchte, hat einige besondere Veranstaltungsorte zur Auswahl.

Tattis Bar im Fluxus ist eine beliebte Location für Geburtstage. Foto: Lichtgut/Horst Rudel
Tattis Bar im Fluxus ist eine beliebte Location für Geburtstage. Foto: Lichtgut/Horst Rudel

Stuttgart - Ein Geburtstag ist etwas Schönes: Geschenke auspacken, unkontrolliertes Kuchenessen, Konfetti. Aufwendiger wird es jedoch, wenn ein runder Geburtstag ansteht und die Anzahl der Gäste die Kapazität des eigenen Heims übersteigt. Ob schick, gemütlich oder kinderfreundlich – wir stellen einige Veranstaltungsorte in der Stadt vor.

Bonatz: Feiern mit Aussicht

Dass man auch in höherem Alter ordentlich feiern kann, weiß Christoph Wiggers, Inhaber des Bonatz, zu berichten. Dort werden siebzigste Geburtstage gerne mal bis in die Morgenstunden ausgeweitet. Schuld daran sei möglicherweise die Aussicht über die Stadt, die der Bahnhofsturm, in dem sich das Bonatz befindet, bietet. Von Oktober an geht es für Feiernde sogar noch höher hinaus. Wiggers hat im Stockwerk über seinem Lokal die neue Eventlocation Skyroom eingerichtet, die ausschließlich für Feiern gedacht ist. Im neunten Stock finden 120 Gäste stehend oder 85 sitzend Platz. Der Ansturm auf die neue Lokalität sei schon jetzt enorm, sagt Wiggers. Welche Speisen im Skyroom serviert werden, richte sich ganz nach den Wünschen der Geburtstagskinder. Von Flying Fingerfood bis zum italienischen Büfett sei alles möglich. Dazugebucht werden kann außerdem Musik vom Discjockey oder vom Pianisten am Flügel.

Clara-Zetkin-Haus: Feiern im Grünen

Etwas bodenständiger geht es im Clara-Zetkin-Haus in Stuttgart-Sillenbuch zu. Das Waldheim ist vor mehr als hundert Jahren eingerichtet worden mit dem Zweck, „einen freien Erholungsraum für die ganze Arbeiterfamilie zu schaffen“. Auch heute feiern dort vor allem Familien – im Freien sitzen die Erwachsenen im Biergarten, die Kinder vergnügen sich auf dem Spielplatz. So ist jeder versorgt. Drinnen stehen drei Räume zur Verfügung. In einem finden 30 Personen Platz, in den anderen beiden jeweils 60. Die Bewirtung erfolgt über die Küche des Waldheims, auch dort kann gewählt werden.

Milchbar: Feiern neben Flamingos

„Das hier ist doch eh der schönste Platz in Stuttgart“, sagt Roswitha Just, wenn man sie nach dem Besonderen ihrer Milchbar fragt. Die Milchbar ist vom Architekten Rolf Gutbrod erdacht und pünktlich zur Eröffnung der Deutschen Gartenschau 1950 inmitten des Höhenparks Killesberg gebaut worden. Heute blicken die Feiernden aus der großen Glasfront im Barbereich direkt auf den Teich samt pinkfarbener Flamingos. Wie eine Kulisse dürfen die Gäste gemeinsam mit der Eventplanerin Just ihre Feier sowie die Räume, in denen circa 80 Personen Platz finden, gestalten – von Musik über Catering bis hin zur Deko. Auch Architekturführungen können dazugebucht werden. Da die Milchbar besonders für Hochzeiten beliebt ist, empfiehlt Just, bereits ein Jahr im Voraus anzufragen.

Minibar: Feiern in gemütlicher Runde

Unter der Paulinenbrücke in Stuttgart- Mitte versteckt sich die Minibar, die ihrem Namen tatsächlich gerecht wird. Ganz schön groß sind hingegen die Gin-Auswahl und die Anzahl der Feiern, die in der kleinen Bar abgehalten werden. Die Samstage sind komplett für geschlossene Gesellschaften reserviert. Wer es klein und kuschelig mag – in der Minibar ist Platz für bis zu 40 Gäste – kann sie mieten und die Getränkekarte selbst zusammenstellen. Essen darf mitgebracht werden – Fingerfood vom Caterer oder Salate von Freunden. Hauptsächlich werde das kleine Lokal an der Paulinenstraße für dreißigste und vierzigste Geburtstage gebucht, sagt die Inhaberin Nina Fischer. „Unsere Gäste sind Architekten, Studenten, Anwälte – bunt gemischt“, ergänzt sie. Wer hier nicht mehr feiern darf: 18-Jährige. Das sei zu wild und gefährlich.

Jugendhaus West: Feiern wie früher

Auch wenn die Lokalität etwas anderes vermuten lässt: Im Jugendhaus West dürfen ebenfalls keine 18. Geburtstage mehr ausgerichtet werden – aus dem gleichen Grund. Stattdessen werden hauptsächlich „Dreißigste“ an der Bebelstraße gefeiert. Der Partyraum „Comic“ hat eine Kapazität für 70 Personen; wird im Café und Foyer gefeiert, können bis zu 150 Freunde eingeladen werden. Für alle gilt das Selbstversorger-Prinzip: Essen, Getränke und Geschirr muss selbst mitgebracht werden.

Tattis Bar: Feiern im Fluxus

In Tattis Bar dürfen die Geburtstagskinder ihre Feier gestalten, wie es ihnen beliebt. Der Renner ist vor allem die Wall of Fame, die für den Abend individuell gestaltet werden darf: Mit eigener Blümchentapete oder Fotos. Das Hinterzimmer, das für Feste gemietet werden darf, fasst bis zu 120 Personen. Der DJ kann gleich mit gemietet oder selbst mitgebracht werden.




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