Femen-Protest in Davos Bloße Brüste für mehr Frauen in der Wirtschaft

Von bb 

Wenn die Mächtigen in Davos tagen, sind Proteste am Rande des Weltwirtschaftsgipfels an der Tagesordnung. Für mehr Frauen in der Wirtschaft hat sich eine Femen-Aktivistin am Donnerstag barbusig im Schnee stark gemacht.

No penis - no money? hat sich eine Femen-Aktivistin auf den nackten Oberkörper gemalt. Die Frau protestierte am Donnerstag aus Anlass des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. Foto: dpa 11 Bilder
"No penis - no money?" hat sich eine Femen-Aktivistin auf den nackten Oberkörper gemalt. Die Frau protestierte am Donnerstag aus Anlass des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. Foto: dpa

Davos - Drinnen geht es um die Weltwirtschaft, draußen um die Rechte der Frauen: Während Bundeskanzlerin Angela Merkel und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel an den Beratungen des Weltwirtschaftsforums in Davos teilnehmen, zeigte sich am Donnerstag vor den Absperrungen eine barbusige junge Frau, die "No penis - no money?" auf ihren bloßen Oberkörper geschrieben hatte.

Auf ihren Protest beim Weltwirtschaftsforum in Davos hatten Globalisierungsgegner in diesem Jahr zwar verzichtet, auf die Frauenrechtsorganisation Femen ist allerdings verlass. Die Einzelaktion, die nach Auskunft von Femen der "Gleichstellung der Frauen" galt, wurde nach wenigen Minuten von der Kantonspolizei von Graubünden beendet.

Die feministischen Aktivistinnen der Organisation Femen protestieren rund um die Welt mit Oben-ohne-Aktionen. Ob gegen Sextourismus, eine Verschärfung des Abtreibungsrechts, gegen Kinderhandel oder gegen weibliche Genitalverstümmelung, stets treten die jungen Frauen mit Blumenkränzen im Haar und mit auf den nackten Oberkörper gemalten Forderungen auf. Häufig dreht sich der Protest um Frauenrechte, aber auch die Verletzung der Menschenrechte im Allgemeinen geht den Frauen "auf die Haut".