Fest in Birkach Kinder stehen im Mittelpunkt

Zu dem Fest sind in der Vergangenheit vor allem Kinder gekommen – deshalb stehen sie dieses Jahr im Mittelpunkt. Das Fest war am vergangenen Freitag. Foto: Rehman
Zu dem Fest sind in der Vergangenheit vor allem Kinder gekommen – deshalb stehen sie dieses Jahr im Mittelpunkt. Das Fest war am vergangenen Freitag. Foto: Rehman

An der Erisdorfer Straße in Birkach wohnen Menschen der unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Für sie organisiert der Arbeitskreis Birkach-Nord jedes Jahr ein Fest. Dieses Jahr standen ausdrücklich die Kinder im Fokus.

Aus den Stadtteilen : Cedric Rehman (cr)
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Birkach - Wer schön sein will, muss leiden. Die meisten Kinder finden es unangenehm, wenn die Sprühfarbe aus der Spritzpistole ihre Haut trifft. Eine Junge verzieht das Gesicht und ruft: „Ist das kalt!“ Mit dem Ergebnis auf seinem Oberarm ist er aber zufrieden; er bedankt sich mit einem im Jugendjargon gängigen Ausdruck der Begeisterung. Die neunjährige Hanna Unholz zeigt sich unbeeindruckt, als eine Mitarbeiterin der Jugendfarm ihr ein abwaschbares Tattoo aufsprüht. „Es hat nur ein bisschen gekitzelt.“

Mit dem Körperschmuck auf dem Arm kann sich Hanna dem weiteren Festgeschehen widmen. Die ehrenamtlichen Helfer vom Arbeitskreis Birkach-Nord haben an der Erisdorfer Straße einen Tischkicker aufgestellt und unter anderem ein Kinderschminken organisiert. Auf dem Bolzplatz gibt es ein Fußballturnier. Zur Stärkung der Gäste werden Hotdogs, Kuchen und kühle Getränke serviert, für die Eltern der Kinder natürlich auch eine Tasse Kaffee.

Menschen zusammenbringen

Das Kinderfest – gefeiert worden ist am vergangenen Freitag – sei als Ersatz für das „Fest der Begegnung“ gedacht, sagt Mehmet Bozdemir vom Arbeitskreis Birkach-Nord. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass besonders Kinder zu den Festen gekommen sind. Da wollten wir sie in diesem Jahr in den Mittelpunkt stellen.“ Wie auch in den vergangenen Jahren ist das Ziel des gemeinsamen Feierns an der Erisdorfer Straße aber gleich geblieben. Bozdemir: „Es geht uns darum, die Anwohner aus den Fürsorgeunterkünften und den Wohnhäusern zusammenzubringen.“ Unter den Kindern gebe es ohnehin keine Berührungsängste.

Auch Flüchtlinge aus der Unterkunft Im Wolfer helfen und feiern mit. Eine syrische Familie schaut sich zwischen den Zelten und Bänken um. Und der zehnjährige Baraa Shaker aus Damaskus will nur eines: mit den anderen Jungen kicken.




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