Festnahme in Stuttgart Fahndungserfolg auf der Straße

Bei Anhaltekontrollen landet die Polizei so manchen Treffer. Foto: dpa/Franziska Kraufmann
Bei Anhaltekontrollen landet die Polizei so manchen Treffer. Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Verkehrswegefahnder der Stuttgarter Polizei finden Sünder und Straftäter – und manchmal auch beides auf einmal.

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Stuttgart - Wer auf Stuttgarts Straßen stöbert, findet immer wieder Straftäter und Sünder, die damit nicht gerechnet haben: Die Verkehrswegefahndung der Stuttgarter Polizei erweist sich immer öfter als Volltreffer. Dabei werden nicht nur Fahrer erwischt, die gar nicht hinterm Steuer sitzen dürften – sondern auch mutmaßliche Straftäter. Und manchmal sogar beides.

Der jüngste Fall spielte sich am Montag gegen 12.45 Uhr in der Schlosserstraße in der Innenstadt ab, wo den Verkehrsfahndern ein Fahrzeug mit französischem Kennzeichen auffiel. Bei dem 39-jährigen Fahrer handelte es sich indes um einen georgischen Staatsbürger, der einen offenkundig gefälschten Fahrzeugschein und einen wohl ungültigen Führerschein vorzeigte. Weil er vermutlich Drogen konsumiert hatte, musste er zur Blutprobe. „Der nicht zugelassene Wagen wurde sichergestellt und verwahrt“, sagt Polizeisprecher Sven Burkhardt.

Mehr Urteile gegen illegale als unfallflüchtige Fahrer

Solcherlei Straßenverkehrsdelikte machen übrigens ein Viertel aller Verurteilungen in Baden-Württemberg aus. Nach der letzten Aufarbeitung des Statistischen Landesamts für 2019 liegen 5726 gerichtliche Schuldsprüche wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sogar noch vor 5100 Urteilen wegen Unfallflucht. Auch bei einer 24-stündigen Sonderaktion der Polizei am Freitag ist das Dunkelfeld im Straßenverkehr weiter aufgehellt worden: Insgesamt gingen elf Autofahrer ins Netz, die ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs waren.

Während im Fall Schlosserstraße der Fahrer nach der Anzeigenaufnahme wieder auf freien Fuß kam, musste sein Beifahrer, ein 43-jähriger Landsmann, hinter Gitter. „Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Essen aus dem Jahr 2019 vor“, sagt Burkhardt. Der Mann dürfte er sich über längere Zeit illegal in der Bundesrepublik aufgehalten haben.




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