Filialsterben in Corona-Zeiten Commerzbank schließt Filialen in der Region Stuttgart

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Vier Filialen im Großraum Stuttgart werden auch nach Überwindung der Corona-Krise nicht wiedereröffnet. Auch die Volksbank Stuttgart macht vier Standorte dicht.

Bei der Commerzbank werden  die  Filialen am Ostendplatz in Stuttgart sowie in Echterdingen, Sindelfingen und Plochingen  auch nach Überwindung der Corona-Krise  nicht wiedereröffnet werden. Foto: dpa/Frank Rumpenhorst
Bei der Commerzbank werden die Filialen am Ostendplatz in Stuttgart sowie in Echterdingen, Sindelfingen und Plochingen auch nach Überwindung der Corona-Krise nicht wiedereröffnet werden. Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Stuttgart - Die von der Commerzbank angekündigten Filialschließungen betreffen vier Standorte im Großraum Stuttgart. Überdies wandelt die Volksbank Stuttgart ihre Niederlassungen an der Calwerstraße sowie in Geradstetten, Haubersbronn und Oeffingen in reine Selbstbedienungs-Standorte um.

Bei der Commerzbank werden die Filialen am Ostendplatz in Stuttgart sowie in Echterdingen, Sindelfingen und Plochingen auch nach Überwindung der Corona-Krise nicht wiedereröffnet werden. Das Gleiche gilt für weitere zehn Niederlassungen in Baden-Württemberg: Eppelheim, Heidelberg-Neuenheim, Mannheim-Lindenhof, Mannheim-Neckarau, Hockenheim, Ladenburg, Wiesloch, Bühl, Weil am Rhein und Schwenningen.

Die Commerzbank hatte Ende vergangener Woche bekannt gegeben, dass sie bundesweit rund 200 ihrer bislang 1000 Filialen dauerhaft dichtmacht. Eine entsprechende Verkleinerung des Filialnetzes war schon länger geplant, die Corona-Pandemie beschleunigte den Prozess. Aktuell ist nämlich nur die Hälfte aller Commerzbank-Filialen geöffnet. „Unsere Kunden nutzen zunehmend digitale Wege wie unsere Banking-App oder das Online-Banking. Corona hat diesen Trend verstärkt und einen weiteren Digitalisierungsschub ausgelöst“, erklärte eine Sprecherin.

Telefon- und Online-Banking wird stärker nachgefragt

Ganz ähnlich argumentiert die Volksbank Stuttgart. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie habe sich die Nachfrage nach reinen Serviceleistungen – wie der Einrichtung von Daueraufträgen oder der Bestellung neuer Bankkarten – verstärkt aufs Telefon- und Online-Banking verlagert, erklärte Vorstandsmitglied Michael Huppert.

Auch die BW-Bank überprüft ihr Filialnetz. Zwar sind zahlreiche wegen der Corona-Krise vorübergehend geschlossene Standorte wieder in Betrieb, bis Anfang Oktober sollen 74 der rund 90 Filialen mit persönlichem Service- und Beratungsangebot wieder geöffnet sein. Der Rest bleibt aber vorerst geschlossen. Inwieweit sie wieder eröffnet werden, will die Bank zum Jahresende bekannt geben. Veränderungen auch an anderen Standorten seien nicht ausgeschlossen, erklärte ein Sprecher.

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