Firat Arslan boxt in Göppingen gegen Sefer Seferi Titelverteidigung im „Wohnzimmer“

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Der Donzdorfer Box-Profi Firat Arslan tritt am 17. November in der EWS-Arena gegen Sefer Seferi in den Ring. Doch der 48-jährige Cruisergewichtler will noch mehr.

Verbal haben sich Firat Arslan (rechts) und Sefer Seferi schon mal ausgetauscht. Foto: StZ
Verbal haben sich Firat Arslan (rechts) und Sefer Seferi schon mal ausgetauscht. Foto: StZ

Göppingen - Große Sprüche und laute Töne sind für gewöhnlich nicht sein Ding. Um für den Boxabend am 17. November in Göppingen – Eintrittskarten gibt es bei Easy Ticket – die Werbetrommel zu rühren, macht Firat Arslan aber schon mal eine Ausnahme, auch wenn er, verglichen mit vielen seiner Profikollegen, sachlich bleibt: „Ich gehe fest davon aus, dass meine Ära nach dem 17. November weitergeht.“

Arslan amtiert im Cruisergewicht bis 90,7 Kilogramm seit Mitte Juni als Weltmeister des kleinen Verbands Global Boxing Union (GBU). Nachdem der Deutschtürke, der in Donzdorf lebt, seinen Titel erst im September in Istanbul erfolgreich verteidigt hat, will er dieses Kunststück am Samstag, 17. November, gegen Sefer Seferi, einen Schweizer mit albanischen Wurzeln, wiederholen. Während es sich andere Athleten im gesegneten Sportleralter von 48 Jahren auf der heimischen Couch gemütlich machen, strebt Arslan in seinem „Wohnzimmer“, wie er die EWS-Arena selbst nennt, aber nicht nur nach dem GBU-Gürtel und dem Intercontinental-Titel der World Boxing Organization (WBO).

Der stolze Vater von Zwillingsmädchen, die 21 Monate alt sind, will im Spätherbst seiner Karriere – „ich habe meiner Frau versprochen, dass ich nächstes Jahr aufhöre“ – noch ein ganzes Stück mehr. Sein Ziel ist es, ein weiteres Mal Weltmeister in einem der vier großen Verbände zu werden. „Ich hoffe, dass ich die Chance dazu bekomme, ganz gleich ob bei der WBO, der WBA, der IBF oder dem WBC“, sagt Arslan, der vor elf Jahren schon einmal WBA-Titelträger im Cruisergewicht war.

Einen weiteren Schritt auf diesem Weg könnte er mit einem Sieg gegen Seferi in der „Hölle Süd“ machen. Martialisch überschrieben ist das Duell der beiden Faustkämpfer mit dem Titel „Die Rache des Bruders“, was sich auf den mittlerweile auch schon 39 Jahre alten Sefer Seferi bezieht. Dessen Bruder Nuri hatte im September 2016, ebenfalls in Göppingen, gegen Firat Arslan das Nachsehen, als es um die europäische Krone der WBO ging. „Da ist noch eine Rechnung offen“, findet Seferi. Deshalb werde es am 17. November Krieg geben im Ring. Firat Arslan kontert trocken: „Wenn er sagt, dass es Krieg gibt, dann freue ich mich schon darauf.“




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