Fußball: 3G-Regel Die Fußballer müssen öfter testen

Fußballer, die künftig in die Kabine wollen, brauchen einen 3G-Nachweis. Foto: /Fleig / Eibner-Pressefoto
Fußballer, die künftig in die Kabine wollen, brauchen einen 3G-Nachweis. Foto: /Fleig / Eibner-Pressefoto

Durch die neue Corona-Verordnung Sport müssen sich nun auch viele Fußballer deutlich öfter testen lassen als das bisher der Fall war.

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Fellbach - Der Aufschrei beim kickenden Personal in den Fußballvereinen war nicht zu überhören. Denn laut der am vergangenen Sonntag in Kraft getretenen Corona-Verordnung Sport dürfen jetzt nur noch Fußballer und andere Teammitglieder vor und nach dem Training respektive Spiel in die Kabine, die gegen das Corona-Virus geimpft sind, von der Krankheit genesen sind oder ein negatives Testergebnis vorlegen können. Dies unabhängig von der Inzidenzzahl. Bisher war das anders. Gerade wegen der niedrigen Inzidenz durften alle in die Kabine – um sich umzuziehen, zu duschen oder um dort eine Teambesprechung abzuhalten.

Manch einer regt sich darüber auf

„Jetzt müssen sich die betroffenen Spieler eben testen lassen“, sagt Jochen Pflüger, der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter beim SV Fellbach. Aktuell, sagt er, bereitet das keine Probleme, auch wenn der Aufwand größer ist und sich manch einer darüber aufregt. Eine Erfahrung, die auch Max Eppeler, der Abteilungsleiter beim TSV Schmiden, gemacht hat. „Natürlich finden es die Jungs nicht lustig, aber so ist es eben jetzt“, sagt er. Er selbst sieht die Sache entspannt. „Viel wichtiger ist doch, dass wir endlich wieder kicken dürfen.“ Für das Training oder ein Spiel im Freien ist ein Testnachweis nach wie vor nicht erforderlich.

Der Aufschrei könnte Mitte Oktober lauter werden

Auch Marcel Kotthoff, der Abteilungsleiter von der Spvgg Rommelshausen, gibt sich gelassen. „Bei den Spielern ist die Motivation wieder zu kicken, so groß, dass die Bereitschaft für vieles gegeben ist – auch, um sich mehrmals testen zu lassen.“ Allerdings, und da steht der Vordenker nicht alleine da, befürchtet er, dass der Aufschrei viel größer werden könnte. Dann nämlich, wenn die bislang kostenfreien Tests von 11. Oktober an von jedem selbst bezahlt werden müssen. Darauf haben sich Bund und Länder ja unlängst verständigt. Lediglich für Menschen, die nicht geimpft werden können oder für die (noch) keine Impfempfehlung vorliegt, soll es weiter gratis Schnelltests geben.

Wer zahlt von Mitte Oktober an die Tests?

Eine der spannenden Fragen lautet derzeit, wie viel man für einen Schnelltest zahlen muss – und wer die Bezahlung dann übernimmt. Aktuell liegen die Kosten bei zehn bis 20 Euro. Mehr als ein Anhaltswert ist das aber nicht. Jochen Pflüger schließt indes jetzt schon aus, dass der Verein respektive die Abteilung in die Bresche springen werden. Zumal bei den SVF-Fußballern wohl erst weniger als die Hälfte geimpft ist.

Bei den Handballern scheint die Impfquote höher zu sein

Auch für Dieter Pfeil, Chef der SVF- Handballer, kommt eine Kostenübernahme von Seiten des Vereins nicht in Frage. „Ich würde das nicht gutheißen“, sagt er. Allerdings ist die Impfquote bei seinen Spielern hoch, weil schon seit dem Wiedereinstieg ins Trainingsgeschehen im Frühsommer die Testpflicht dazugehört wie das Amen in der Kirche. Ähnliches hört man vom TSV Schmiden, wo rund 90 Prozent der Handballerinnen und Handballer geimpft sein sollen. „Wir hoffen, dass die wenigen, die jetzt noch nicht geimpft sind, das noch machen“, sagt Wolfgang Bürkle, der Abteilungschef. Wer’s nicht tut, muss künftig wohl tiefer in den eigenen Geldbeutel greifen – oder sein Hobby aufgeben. „Ich hoffe, dass uns nicht zu viele davonlaufen“, sagt Marcel Kottfhoff.




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