Fußball-Bundesliga Warum hier Auswärtsfans zugelassen sind und dort nicht

VfB-Fans beim Heimspiel vergangenes Wochenende gegen Greuther Fürth. Foto: dpa/Tom Weller
VfB-Fans beim Heimspiel vergangenes Wochenende gegen Greuther Fürth. Foto: dpa/Tom Weller

Der VfB Stuttgart muss zum Auswärtsspiel bei RB Leipzig an diesem Freitag ohne eigenen Anhang reisen. Wir erklären, warum das so ist.

Sport: Gregor Preiß (gp)
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Stuttgart - Die paar hundert Fans aus Fürth hatten wenig zu lachen. Sportlich gab es beim 1:5 gegen den VfB Stuttgart nichts zu holen. Dafür konnten sie nach langer Zeit wieder die Atmosphäre eines Auswärtsspiels genießen. Für viele Fans ist das Glück dadurch erst vollkommen.

Erstmals seit Ausbruch der Pandemie wurden am ersten Bundesligaspieltag wieder Karten an Gästefans verkauft. Nicht überall, aber in Stuttgart. An den ersten beiden Spieltagen obliegt es den jeweiligen Heimvereinen, ob sie Gästefans zulassen oder nicht. Genauso, ob Stehplätze geöffnet werden oder nicht. Hintergrund: Jeder Verein hat in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden ein individuelles Hygienekonzept erstellt. Beim Thema Gästefans spielt vor allem die An- und Abreise eine Rolle.

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Beim VfB entschied man sich für die gastfreundliche Variante und überließ dem Aufsteiger aus Franken ein kleines Kontingent. Andernorts verhält es sich anders. So in Leipzig, wohin der VfB an diesem Freitag (20.30 Uhr) zu seinem ersten Auswärtsspiel reist. Ohne Fans. Gastgeber RB verzichtet bei seiner Heimpremiere auf Gästeanhänger. Der aktuelle Stadionumbau würde dies logistisch nur noch mehr erschweren, erklärte eine Sprecherin des Clubs. 23 500 Karten werden insgesamt zur Verfügung stehen, 2000 davon für den Hospitality-Bereich und Sponsoren.

Ab dem dritten Spieltag müssen Gästefans wieder zugelassen werden

Erst ab dem dritten Spieltag sind die Vereine der ersten und zweiten Liga laut DFL dazu verpflichtet, den Gastvereinen ein festes Kontingent zu überlassen: Fünf statt der früher üblichen zehn Prozent. Sofern ein Ansteigen der Infektionszahlen den Plänen nicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen.




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