Fußball-Nachlese Nation wählt das „Kacktor des Monats“

Fabian Kolb vom TV Oeffingen (rechts) hat sich  von der anfänglichen  Übermacht der Gäste vom SV Kornwestheim und dem 0:2-Rückstand zur Pause  nicht  beeindrucken lassen. Foto: Eva Herschmann
Fabian Kolb vom TV Oeffingen (rechts) hat sich von der anfänglichen Übermacht der Gäste vom SV Kornwestheim und dem 0:2-Rückstand zur Pause nicht beeindrucken lassen. Foto: Eva Herschmann

Fußball-Nachlese: Trainer Fatih Ada vom SV Fellbach lobt die Harmonie im Team und ein Tor von Philipp Hogh vom TSV Miedelsbach wird zum Publikumshit.

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Fellbach - Als Niklas Weiß kurz vor dem Spielende nach einem Zusammenprall mit seinem Gegenspieler auf dem Rasenplatz liegen blieb und sich das Bein hielt, war die gute Laune bei den Fußballern des SV Fellbach und ihrem Trainer Fatih Ada kurz verflogen. Noch zu gut haben sie alle die schwere Verletzung des Abwehrmanns in Erinnerung. Nach einem Knorpelschaden mit zwei Knieoperationen war Niklas Weiß lange ausgefallen. Seit dieser Verbandsliga-Saison ist er wieder einsatzbereit. Und er wird nach Lage der Dinge auch am Sonntag, 15 Uhr, beim TSV Heimerdingen wieder mit dabei sein können. Der Schreck war schnell verflogen, die befürchtete Verletzung ist keine mit Folgen. Das ist eine gute Nachricht für die Fellbacher Fußballer, die am vergangenen Samstag beim 2:0-Sieg gegen die Gäste des FC Wangen eine überzeugende Vorstellung geboten haben. Das gilt im Besonderen auch für die Abwehrreihe, in der Niklas Weiß als Innenverteidiger wieder an seine Leistungen aus der Aufstiegssaison 2018/2019 anzuknüpfen scheint. Dabei hilft ihm sein Nebenmann Mika Müller, der mit seinen lautstarken Kommandos die Richtung bestimmt. Am Samstag überzeugten in Claudio Paterno und Nikola Jelic auch noch die beiden Außenverteidiger, die sich immer wieder in das Angriffsspiel der Gastgeber einschalteten. „Wir haben ein harmonisches Team aufs Feld geschickt. Unser Hauptziel war, die Null zu halten, das hat funktioniert“, sagte Fatih Ada. Vor der Abwehrreihe glänzte erneut Leon Braun, der in der 41. Spielminute auch das wegweisende Führungstor erzielte. Es vermehrte das Selbstvertrauen der Fellbacher Spieler, die so zu ihrem dritten Saisonsieg kamen. Deshalb ist Leon Braun unser Spieler des Tages.

Haris Krak geht mit einem Lächeln zum Bäcker seines Vertrauens

Haris Krak, der Trainer der Landesliga-Fußballer des TV Oeffingen, hat am Montag ganz besonders gern bei seinem Stammbäcker in Kornwestheim seine Brötchen gekauft. Nach dem hart erkämpften 5:4-Heimsieg (0:2) der ihm Anvertrauten gegen den SV Kornwestheim am Tag zuvor sei er „natürlich mit einem Lächeln im Laden aufgetreten“, erzählte der 41-Jährige gut gelaunt. Lange Zeit sah es am Sonntag allerdings nicht danach aus, als werde Haris Krak mit einem Lächeln durch seinen Wohnort spazieren. Denn in der ersten Halbzeit war bei den Gastgebern im Sami-Khedira-Stadion gnadenlos der Wurm drin. Nach den Eigentoren von Eldin Sadikovic und Justin Bren sei komplett jedes Selbstvertrauen bei den jungen Spielern weg gewesen, sagte Haris Krak. „Alle dachten, jetzt geht es wieder gegen uns, wieder in die falsche Richtung. Sie haben Köpfe und Schultern hängen lassen und einfach nicht mehr an sich geglaubt.“ In der Kabine fand der Trainer dann aber wohl die richtigen Worte mit dem bekannten Ergebnis. Bei den Torschützen gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen. Die Unparteiische Miriam Dreher hatte Myrdon Gorica als Urheber des 3:3 in der 55. Minute notiert. Der aber beteuerte bei der anschließenden Kabinenfeier, sein Kopf habe den Ball nicht mehr touchiert. Somit gehört das Tor dem Flankengeber Luis Guedes Ribeiro, der damit – inoffiziell – vom zwei- zum dreifachen Torschützen wird. Spieler des Tages ist Fabian Kolb, der unermüdliche Antreiber auf dem linken Flügel. Über seine Seite rollte fast jeder erfolgversprechende Angriff.

TSV-Schlussmann Johannes Reidt am „Kacktor des Jahres“ beteiligt

In der Fernsehsendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“, die nach jedem Bundesliga-Spieltag sonntags um 22:15 Uhr im WDR Fernsehen ausgestrahlt wird, steht eigentlich die deutsche Fußball-Bundesliga im Mittelpunkt. Dabei wird sie oft satirisch und humoristisch von Arnd Zeigler kommentiert. Eine Rubrik der Kult-Sendung ist das „Kacktor des Monats“, bei dem die Zuschauer getreu dem Motto „je unattraktiver, desto besser“ den unterdurchschnittlichsten Treffer des Monats wählen. Im August hat Philipp Hogh vom TSV Miedelsbach den zweifelhaften Titel gewonnen – und zwar mit einem Tor beim 4:1-Heimsieg seiner Mannschaft gegen den Kreisliga-A-Konkurrenten TSV Schmiden am 29. August, dem ersten Saison-Spieltag. Der Treffer, bei dem der lange durch die Luft segelnden Ball zunächst sanft von der Stirn des Stürmers abprallt und dann dem Schmidener Schlussmann Johannes Reidt durch die Hosenträger kullert, siegte mit 46,3 Prozent der Stimmen. Der Abstand zur Konkurrenz ist groß, obwohl die prominent ist. Der Kreisliga-Fußballer ließ unter anderen Yann Sommer vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hinter sich, der für sein Eigentor im Spiel gegen Bayer Leverkusen nominiert worden war und auf 7,2 Prozent kam. Auch Florian Niederlechner vom Bundesligisten FC Augsburg hatte mit seinem Stolpertor gegen Bayer Leverkusen keine Chance gegen das Zeitlupentor von Philipp Hogh.




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