G20-Gipfel in Rom Papst trifft sich mit Regierungschefs

Papst Franziskus wird am Wochenende voraussichtlich die Staatsoberhäupter von den USA, Indien und Südkorea treffen. (Archivbild) Foto: dpa/Petr David Josek
Papst Franziskus wird am Wochenende voraussichtlich die Staatsoberhäupter von den USA, Indien und Südkorea treffen. (Archivbild) Foto: dpa/Petr David Josek

In Rom treffen sich die Anführer der 20 größten Industrienationen um gemeinsam mit über den Klimawandel zu beraten. Einige Regierungschefs wollen dann auch gleich mit dem Papst ins Gespräch kommen.

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Rom/Vatikanstadt - Die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industrienationen kommen am Samstag und Sonntag zu einem Gipfeltreffen in Rom zusammen. Bereits am Freitag finden erste Gespräche in Italiens Hauptstadt statt. Auch Papst Franziskus trifft mehrere Regierungschefs, darunter erstmals US-Präsident Joe Biden und Indiens Premierminister Narendra Modi. Darüber hinaus will Südkoreas Präsident Moon Jae-in dem Kirchenoberhaupt seine Aufwartung machen.

Das G20-Treffen ist in diesem Jahr quasi die Vorbereitung auf die Klimakonferenz COP26 und soll laut Bundesregierung „ein starkes Signal“ mit Blick auf die Klimaziele senden. COP26 beginnt direkt im Anschluss im schottischen Glasgow. Gerade hinsichtlich der Klimafragen hatte Papst Franziskus in den vergangenen Wochen und Monaten mit einem breiten interreligiösen Appell den Druck auf die Regierungschefs erhöht. Länger war auch über eine Teilnahme seinerseits an COP26 spekuliert worden. Nun sieht es so aus, dass eine vatikanische Delegation unter Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin nach Großbritannien reisen wird.

Letzter G20-Gipfel für Angela Merkel

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist es wohl der letzte G20-Gipfel. Auch der voraussichtlich nächste Kanzler und amtierende Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nimmt an dem Gipfel teil. Wie es aus Regierungskreisen hieß, will sich Deutschland unter anderem mit einem Finanzierungsvorschlag mit Blick auf Klimaschutzhilfen für Entwicklungsländer einbringen. Die Industrieländer hatten sich 2009 das Ziel gesetzt, ab 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen für Klimaschutz in Entwicklungsländern zu mobilisieren.

Ein weiteres Thema ist die Verteilung und Produktion von Covid-19-Impfstoffen weltweit. Ziel ist, bis Jahresende 40 Prozent der Weltbevölkerung durchzuimpfen; offen ist noch, ob diese Quote im Schnitt oder in jedem Land einzeln gelten soll. Für 2022 ist das Ziel dann 70 Prozent Durchimpfung weltweit. Auch mit Blick auf die Gleichstellung von Frauen und Männern will Deutschland wohl ein Signal setzen.

Über die offiziellen Gipfelberatungen hinaus sind wie üblich bilaterale Treffen der Kanzlerin mit anderen Regierungschefs geplant, unter anderem mit US-Präsident Biden und dem türkischen Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan. Russlands Präsident Wladimir Putin sowie Chinas Regierungschef Xi Jinping werden nicht persönlich am Gipfel in Rom teilnehmen.




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