Gespräch mit Sonja Faber-Schrecklein und Natalie Lumpp im Gewölbekeller Über feine Weine und prächtige Weiber

Von Mathias Kuhn 

Im Gewölbekeller des Collegiums Wirtemberg in Uhlbach hat sich Martin Kurrle mit Sonja Faber-Schrecklein und Natalie Lumpp zum Weingespräch getroffen. 200 Besucher waren zur Veranstaltung gekommen.

Sonja Faber-Schrecklein, Martin Kurrle sowie Geburtstagskind Natalie Lumpp (rechts) beim Weingespräch im Gewölbekeller Foto:  
Sonja Faber-Schrecklein, Martin Kurrle sowie Geburtstagskind Natalie Lumpp (rechts) beim Weingespräch im Gewölbekeller Foto:  

Uhlbach - Worüber sprechen eine bekannte Fernsehmoderatorin, eine mehrfach ausgezeichnete Sommelière und ein Kellermeister in gemütlicher Runde? Natürlich über edle Tropfen, über Wengerter, über das Bodeng’fährtle, über Heimat und: über Prachtsweiber. Knapp 200 Besucher durften am Freitagabend an der vinologischen Fachsimpelei und koketten Plauderei des befreundeten Trios teilhaben. Das Collegium Wirtemberg hatte zum ersten Weingespräch unter dem Motto „Wein – Weib – Wengerter“ geladen. Die auch aus dem Fernsehen bekannte Wein- und Gastroexpertin Natalie Lumpp und Landesschau-Mobil-Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein rahmten Martin Kurrle, den Geschäftsführer des Collegiums Wirtemberg, auf der Bühne ein. Der Begrüßungssecco lockerte die Zungen. „Er ist perfekt, trocken im Alkohol und fruchtig. Für mich beginnt heute Abend der Frühling“, startet Lumpp ins Gespräch und schob mit der Historie und mit Anekdoten rund um den Champagner Wissenswertes über das prickelnde Getränk nach. Nebenbei entlockte sie zudem Kurrle das Geheimnis der Wurzeln der Collegium-Sekte. Während seines Studiums habe er die Chance erhalten, die Sektherstellung kennen und lieben zu lernen, verriet Kurrle. Seit 25 Jahren bringen der Kellermeister und sein Team immer wieder neue und oft mit Preisen ausgezeichnete Sekt- und Secco-Kreationen hervor. Mit diesem innovativen Geist und der Philosophie, auf Qualität zu setzen, habe das Collegium dazu beigetragen, die württembergischen Weine – allen voran die Roten – an die deutsche und europäische Spitze zu führen, erkannt die Weintesterin aus Baden neidlos an.

Vermählung von Weißburgunder und Chardonnay

Ein Beispiel dieser in die Zukunft gerichteten Geschäftsphilosophie ist die neue Serie „Höhepunkte“. Die Cuvée schimmerte als zweite Probe leicht goldfarben im Glas. „Eine Vermählung von Weißburgunder und Chardonnay, die die Vorzüge beider Sorten ideal in sich vereint“, lobte Lumpp. Mit seiner feinen Frucht, cremig-weich und gaumenfüllenden Geschmack, erinnere er sie an eine Rubensfigur. Den nachfolgenden Riesling als König der Weißweine verglich sie mit einem Pfeiler einer gotischen Kirche. „Wie ein Prachtsweib, eben“, kam Sonja Schrecklein ihr zu Hilfe und nahm Bezug auf das Motto des Abends. Überhaupt, das merkten die drei Plauderer auf der Bühne und das Publikum, haben Wein und Weib Gemeinsamkeiten. So ist die Spätburgunder-Rebe für die Wengerter eine Diva oder Zicke. „Es ist wie im Leben. Wenn man die Traube zu lange hängen lässt, ist der Zeitpunkt überschritten – sie ist weg“, so Weinexperte Kurrle schmunzelnd. Eine Steilvorlage für seine Gesprächspartnerinnen. Kokett plauderte das Trio über die Leidenschaft für den Wein, über das Terroir und die Heimat, die die Landesschau-Moderatorin den Zuschauern nahebringt, über starke Frauen und die weibliche Intuition, die die Mitarbeiterinnen im Collegium einbringen.

Der zweistündige Talk verging wie im Flug und hatte auch tiefgründige Komponenten: Faber-Schrecklein berichtete von der Nachsorgeklinik Tannheim. Sie ist Vorstand der Stiftung der Deutschen Kinderkrebsnachsorge, dem Träger dieser weitreichenden Einrichtung für schwerkranke Kinder und deren Familien im Schwarzwald. Der Erlös des unterhaltsamen Weinabends sowie einer Auktion, bei der der Künstler Rolf Lorenz zwei seiner Werke versteigerte, kommt der Arbeit der Klinik zugute.

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