Gläubigerversammlung in Hechingen Verschleppte Insolvenz bei Alno?

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Nach der ersten Gläubigerversammlung stellt sich heraus, dass einzelne Gesellschaften schon 2013 pleite gewesen sein könnten.

Die Pleite von Alno könnte strafrechtliche Konsequenzen haben. Foto: dpa
Die Pleite von Alno könnte strafrechtliche Konsequenzen haben. Foto: dpa

Stuttgart - Der Küchenmöbelhersteller Alno mit Sitz in Pfullendorf, der im Juli 2017 Insolvenz angemeldet hat, ist womöglich schon Jahre zuvor pleite gewesen. Das ergibt sich nach Informationen unserer Zeitung aus den Erläuterungen, die Insolvenzverwalter Martin Hörmann bei der ersten Gläubigerversammlung in Hechingen gegeben hat.

Ehemalige Vorstandsmitglieder von Alno hätten sich in diesem Fall der Insolvenzverschleppung schuldig und damit strafbar gemacht. Ob solch eine Straftat vorliegt, muss die Staatsanwaltschaft klären, die sich in Insolvenzfällen stets einschaltet. Im Fall Alno prüft die Stuttgarter Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen gegenwärtig Dokumente, die vom Insolvenzverwalter zur Verfügung gestellt wurden. Ob die Staatsanwaltschaft förmliche Ermittlungen aufnimmt, ist noch offen.