Gute-Nacht-Geschichten Gästebett und Gastrotipps

Aufblasbares Bett, Panton Chair und viel Licht: Was  unser Gastgeber aus dem Heusteigviertel verspricht, hält er auch. Den Angeberblick vom Balkon gibt’s gratis dazu. Wer gern einen Eindruck bekommen möchte, betrachte die folgende Bildergalerie. Foto: Dittmar 4 Bilder
Aufblasbares Bett, Panton Chair und viel Licht: Was unser Gastgeber aus dem Heusteigviertel verspricht, hält er auch. Den Angeberblick vom Balkon gibt’s gratis dazu. Wer gern einen Eindruck bekommen möchte, betrachte die folgende Bildergalerie. Foto: Dittmar

Als Fremder in der eigenen Stadt zu übernachten, ist bei AirBnB unmöglich. Jedenfalls hat der Gastgeber aus dem Heusteigviertel Jan Georg Plavec sofort als Journalist enttarnt. Dafür hält der Kurzurlaub Aperol-Spritz mit Angeberblick parat.

Digital Unit: Jan Georg Plavec (jgp)
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Stuttgart - Zum Einstieg in diese Stuttgarter Gute-Nacht-Geschichte sei noch einmal kurz das Prinzip von AirBnB erläutert: Das ist eine Internetplattform, über die Privatleute Zimmer aller Art vermieten können. AirBnB kassiert für die Vermittlung eine Gebühr; von der Schlüsselübergabe bis zum Checkout regeln Gastgeber und Gast alles selbst. Die Idee: man übernachtet mal woanders als im Standardhotel und kriegt Kontakt zu Einheimischen gratis obendrauf.

Anonymität ist bei diesem Modell gerade nicht gefragt, was unseren Selbstversuch ein wenig einschränkt. Gast zu sein in der eigenen Stadt: Ja das geht. Aber den Experimentcharakter dieser Übernachtung zu verschleiern, ist bei AirBnB schier unmöglich.

Anonym gibt’s hier nicht

Man übernachtet also mit offenem Visier. Was auch für unseren Gastgeber gilt: Korbinian heißt er, ist 38 Jahre alt. Seiner Anzeige bei AirBnB ist zu entnehmen, dass er im Heusteigviertel in einer Maisonette-Dachwohnung lebt (Kaufpreis: „noch sechsstellig“). Der Angeberblick hintenraus auf Karlshöhe und Marienkirche ist noch besser als die Fotos im Netz glauben machen, die Wohnung so gut ausgestattet wie die Fotos vermuten lassen.

Nur: Wer hier zu zweit übernachten will, muss 67 Euro und auch ein bisschen was von sich selbst preisgeben.

Weil Korbinian wie die meisten anderen AirBnB-Gastgeber erstens gerne wissen möchte, wen er sich da in seine Traumwohnung holt und wir zweitens gerade kein AirBnB-Nutzerkonto unter falschem Namen zur Hand haben, bleibt nach drei ausgetauschten Nachrichten mit dem Profi-Googler und Gelegenheits-Vermieter nur schonungslose Offenheit: Ja, das soll anschließend in die Zeitung. Was für Korbinian in Ordnung ist. Er bestätigt die Buchung, wenig später schickt AirBnB eine automatisch erstellte Bestätigung per Mail: „Du fährst nach Stuttgart“.




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