Handball-Bundesliga Völlig gebrauchter Tag für Frisch Auf Göppingen in Leipzig

Frisch-Auf-Spielmacher Tim Kneule kam selten gegen die starke Leipziger Abwehr zum Durchbruch. Foto: imago images/Beautiful Sports/Jan Kaefer
Frisch-Auf-Spielmacher Tim Kneule kam selten gegen die starke Leipziger Abwehr zum Durchbruch. Foto: imago images/Beautiful Sports/Jan Kaefer

Nach einer desolaten Vorstellung unterliegt Frisch Auf Göppingen beim SC DHfK Leipzig mit 20:29. Trainer Hartmut Mayerhoffer ist froh, dass sein dezimiertes Team schon zehn Punkte auf dem Konto hat, denn die nächsten Spiele haben es in sich.

Sport: Jürgen Frey (jüf)
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Leipzig - Es gibt Spiele im Sport, da läuft von der ersten Minute an nichts zusammen: Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen erwischte einen solch völlig gebrauchten Tag und verlor beim SC DHfK Leipzig nach einer desolaten Vorstellung mit 20:29 (11:17). „Wir waren nicht gut genug und nicht wirklich 100 Prozent bei der Sache“, klagte Frisch-Auf-Trainer Hartmut Mayerhoffer. Das Kernproblem sah er im Angriff: „Wir hatten kaum Zug zum Tor, wenig Spielfluss und die Effizienz war schlecht.“ Seine besten Werfer waren vor 3350 Zuschauern in der Arena Leipzig Marcel Schiller (5/3), Jon Lindenchrone (4) und Sebastian Heymann (3).

Wie schlecht der Frisch-Auf-Auftritt war, zeigte auch die Tatsache, dass Mayerhoffer schon in der 37. Minute seine dritte Auszeit nahm. Außerdem durfte mit dem 20-jährigen Sebastian Klein (Zweifachspielrecht mit der TSG Söflingen) in der Schlussphase der dritte Göppinger Torwart nach Daniel Rebmann und Urh Kastelic sein Glück versuchen. An Leipzigs norwegischem Keeper Kristian Saeveras (14 Paraden) kam keiner auch nur annähernd heran, wobei Klein mit einem gehaltenen Siebenmeter immerhin den 30. Gegentreffer verhinderte.

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Auch die Ausfälle der verletzten Rückraumspieler Josip Sarac, Tobias Ellebaek und Janus Smarason brachten Frisch Auf in Leipzig keinerlei mildernden Umstände. Denn Fehler gab es vom Anpfiff weg, die Unzulänglichkeiten konnten also nicht auf Müdigkeit zurückgeführt werden.

„Wir müssen dringend unsere Basics verbessern, doch wir können im Training nicht Sechs gegen Sechs trainieren. Gut, dass wir mit unserem dezimierten Kader schon zehn Punkte auf dem Konto haben“, sagte Mayerhoffer. Denn die nächsten Spiele haben es in sich: Am 31. Oktober (14 Uhr) kommt die SG Flensburg-Handewitt in die EWS-Arena, am 10. November (19.05 Uhr) geht es gegen den aktuellen Spitzenreiter SC Magdeburg, und am 21. November (16 Uhr) gastiert der deutsche Meister THW Kiel in Göppingen. Unterbrochen wird der Heimspiel-Dreierpack von der Auswärtspartie bei GWD Minden (13. November, 15.30 Uhr).

Aufstellungen

SC DHfK Leipzig Saeveras (1.-43. Minute), Birlehm (43.-60.); Wiesmach 1/1 Tore, Ernst, Witzke, Krzikalla 7/1, Binder 2, Mamic 4, Jotic 4, Ivic 1, Remke, Sunnefeldt 1, Gebala 3, Milosovic 1, Greilich.

Frisch Auf Göppingen Rebmann (1.-30.), Kastelic (31.-53.), S. Klein (53.-60.); Neudeck 2, Kneule 1, Lindenchrone 4, Heymann 3, Bagersted 2, Schiller 5/3, Goller, Gulliksen, Hermann, Zelenovic 1, Kozina 2.

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