Handball Die TSF sind abgestiegen

Betretene   Gesichter        nach     der Gewissheit,   dass  Ditzingen        wieder   den      Gang in die Landesliga antreten muss. Foto: Andreas Gorr
Betretene Gesichter nach der Gewissheit, dass Ditzingen wieder den Gang in die Landesliga antreten muss. Foto: Andreas Gorr

Der Württembergligist aus Ditzingen verpasst die letzte Chance und verliert beim Schlusslicht in Neuhausen/Erms. Doch selbst im Falle eines Sieges hätte es nicht mehr gereicht. Denn aus Altensteig kam keine Schützenhilfe.

Ditzingen - Das Spiel ist aus für die TSF Ditzingen. Die Handball-Männer sind aus der Württembergliga abgestiegen, müssen den Gang in die Landesliga antreten. Beim Schlusslicht TV Neuhausen/Erms hat die Mannschaft um Trainer Jörg Kaaden mit 25:27 Toren (10:13) verloren. Doch selbst wenn sie noch die beiden Punkte geholt hätten: Vom TSV Altensteig, der ebenfalls noch mitten im Abstiegsschlamassel steckte, hätten sie keine Schützenhilfe bekommen. Denn das Team um den ehemaligen Leonberger Frauen-Trainer Damir Lebovic besiegte im letzten Saisonspiel zu Hause in der Eichwaldhalle den Tabellendritten VfL Waiblingen mit 30:26 Toren (12:11) und feierte ausgelassen den Klassenerhalt.

Mit der Waiblinger Niederlage hat sich wiederum der TSV Schmiden, der beim SV Leonberg/Eltingen mit einem 32:28-Sieg die Punkte holte (siehe Artikel links) den zweiten Tabellenplatz gesichert und bekommt über den Weg der Relegation noch eine zweite Chance, in die Baden-Württemberg Oberliga aufzusteigen.

Ditzingens Trainer Jörg Kaaden versuchte, die Niederlage in Neuhausen trotz großer Enttäuschung realistisch zu sehen. „Das Spiel war ein Abbild der Saison, wir haben es versucht, aber am Ende hat es einfach nicht gereicht, da muss man ehrlich zu sich sein.“ Wie in der vergangenen Woche zu Hause gegen Alfdorf kam Ditzingen auch in Neuhausen nicht ins Spiel. Nach neun Minuten übernahm das Schlusslicht die Führung, lag zur Halbzeitpause mit 13:10 vorne. „Wir sind in der Abwehr prinzipiell gut gestanden, allerdings nicht mit letzter Konsequenz“, sagte Kaaden. Immer wieder drang ein Pass zum Kreisspieler vor, der die Chance nutze. Oder Bälle prallten unglücklich in die Hände des Gegners ab. Im Angriff ließ dann auch die Trefferquote zu wünschen übrig. Somit liefen die Ditzinger fast über die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterher. Erstmals glichen die Gäste in der 58. Minute durch ein Tor von Mark Falkenburger zum 25:25 aus. Doch auch in dieser Phase fehlte das Quäntchen Glück, was der verschossene Siebenmeter von Yannick Herleth – der ansonsten mit sieben Feldtreffern und vier Siebenmetern ein gutes Spiel ablieferte – 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff zeigte.

Jörg Kaaden nahm’s am Ende sportlich fair und sieht in dem Abstieg auch einen Neuanfang für Ditzingen in der Landesliga. TSF Ditzingen: Thomitzni, Biehl, Eisele (5), Falkenburger (4), Späth, Fandrich, Häußlein, Droxner (2), Kienle (1), Mastalirz, Ruoff (1), Dömötör (1), Herleth (11/4), Weber.




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