Handball Frisch Auf Göppingen feiert dritten EHF-Pokal-Sieg

Von Matthias Häderle und Jürgen Frey 

Die Handballer von Frisch Auf Göppingen haben den EHF-Pokal gewonnen – zum dritten Mal nach 2011 und 2012. Das Team von Trainer Magnus Andersson bezwang am Sonntag Gastgeber HBC Nantes. Geschäftsführer Hofele ist beigeistert: „Das ist ein Erfolg für die Ewigkeit“.

Frisch Auf Göppingen-Trainer Magnus Andersson Foto: dpa
Frisch Auf Göppingen-Trainer Magnus Andersson Foto: dpa

Nantes - Schon eineinhalb Minuten vor Schluss begannen auf der Ersatzbank von Frisch Auf Göppingen die Feierlichkeiten: Spieler, Trainer und Betreuer hüpften überglücklich und umarmten sich. Für die 100 mitgereisten Fans gab es auf der Tribüne kein Halten mehr. Durch den souveränen 32:26 (13:10)-Sieg im Endspiel um den EHF-Pokal bei Gastgeber HBC Nantes sicherte sich der Handball-Bundesligist zum dritten Mal nach 2011 und 2012 diese Trophäe. Zu den 100 000 Euro Siegprämie kommt noch ein ganz wichtiger Nebeneffekt hinzu: Durch den Titelgewinn ist die Mannschaft von Trainer Magnus Andersson auch in der kommenden Saison auf der europäischen Bühne am Start. Über die Liga wäre dies für den aktuellen Bundesliga-Siebten vier Spieltage vor Saisonende sehr schwierig geworden.

„Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft und überglücklich über meinen ersten Titel mit Frisch Auf“, jubelte Andersson. Und Geschäftsführer Gerd Hofele ergänzte mittendrin im goldenen Konfettiregen: „Das ist ein historisches Ereignis. So ein Erfolg bleibt für die Ewigkeit.“

Göppingen legte eine Meisterleistung hin

Es war eine Meisterleistung, die Frisch Auf vor dem 5000 Zuschauern im Salle Sportive des la Trocardiere Reze hinlegte. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnte sich Frisch Auf vor der Pause auf 12:8 absetzen. In der zweiten Halbzeit sorgte das enorm konzentriert und diszipliniert aufspielende Göppinger Team schnell für eine Vorentscheidung. 18:12 (35.) und 24:17 (46.) hießen die Zwischenstände. Nantes, das einen schwachen Tag erwischte, kam danach nicht mehr näher als auf fünf Tore heran.

Frisch Auf hatte ein klares Plus auf der Torhüterposition. Peter Tatai und vor allem Primoz Prost nach der Pause hielten stark. Die Abwehr präsentierte sich äußerst kompakt. Im Angriff wurde geduldig auf die Chance gewartet. Überragender Mann bei den Grün-Weißen war Spielmacher Tim Kneule (7 Tore), der als einziger gemeinsam mit Kapitän Manuel Späth alle drei EHF-Pokal-Titel mit Frisch Auf gewonnen hat. Linksaußen Marcel Schiller warf 7/2 Tore, Zarko Sesum, der zum besten Spieler des Final-Four-Turniers gewählt wurde, und Anton Halen kamen auf je 4 Treffer. „Es ist ein Wahnsinns-Gefühl diesen Pott zum drittenmal in den Händen zu halten“, freute sich Späth. „Jetzt wollen wir den Moment genießen.“ Nach der 1100 Kilometer langen Rückfahrt mit dem Bus wird an diesem Dienstag (17 Uhr) in Göppingen auf dem Marktplatz mit den Fans gefeiert. Am Mittwoch steht dann der Bundesliga-Alltag beim ThSV Eisenach an. Mit dem EHF-Pokal-Titel und der sicheren Qualifikation für den kommenden Europapokal-Wettbewerb lässt sich die Aufgabe nun um einiges leichter angehen.