Hauen und Stechen im Handball Der TVB Stuttgart muss zulegen

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TVB StuttgartPlatz 16, 10:26 Punkte, -65 Tore. In der Hinrunde schlug zunächst die Mannschaft zu (8:6-Punkte-Start), dann das Verletzungspech, so dass der TVB eine Durststrecke von elf Spielen ohne Sieg überstehen muste. Mit Torwart Bitter, M’Bengue, Schimmelbauer und dem nachverpflichteten Celebi fielen gleich vier Stammspieler wochenlang aus – und kehren nun langsam zurück (dazu wurde zur neuen Saison Max Häfner vom TSB Schwäöbisch Gmünd verpflichtet). „Bis auf Celebi sind alle da, aber nicht zu hundert Prozent fit“, sagt Manager Jürgen Schweikardt vor dem Schlüsselspiel beim Schlusslicht Bergischer HC. „Da sind wir sicher nicht Favorit.“ Dabei darf sich die Mannschaft nicht mehr viele Ausrutscher leisten. „Die Stuttgarter sind in der Lage, die Liga zu halten“, sagt Brack, „aber sie müssen langsam anfangen zu punkten.“

HSC 2000 Coburg: Platz 17, 6:30 Punkte, -81 Tore. Die Oberfranken werden bisher dem gemeinen Urteil „Aufsteiger gleich Absteiger“ gerecht. Auch für Rolf Brack ist es die Mannschaft, „die am meisten gefährdet ist“. Wenn der Abstiegskandidat noch was bewegen will, dann schnell (gegen Lemgo und beim BHC). Die Mannschaft mit dem geringsten Etat musste nach dem Überraschungssieg zum Saisonauftakt in Melsungen viel Lehrgeld zahlen. „Die Konkurrenz hat nachträglich Verstärkungen geholt, unsere Rahmenbedingungen gaben und geben das nicht her“, sagt Trainer Jan Gorr. Klingt schon ein bisschen nach Abstieg.

Bergischer HC: Platz 18, 5:31 Punkte, -75 Tore. Mit fünf Punkten ist der BHC bisher deutlich hinter den Erwartungen geblieben, trotz der Verletzungssorgen zu Saisonbeginn. Die führten dazu, dass Viktor Szilagyi seinen eigentlichen Job als Sportdirektor aufgab – und für den Rest der Saison als Spielmacher auflaufen will. Nicht nur deshalb sagt Brack: „Der BHC hat in der Vergangenheit meist eine bessere Rückserie hingelegt, ich würde die Mannschaft noch nicht abschreiben.“

Was entscheidet im Abstiegskampf? Neben möglichst wenig Verletzten sieht Fachmann Brack noch eine taktische Variante: „Wer bei den engen Partien das Spiel mit dem siebten Feldspieler am besten umsetzt, könnte einen Vorteil haben. In dieser Hinsicht sehe ich noch Luft nach oben.“ Jeder Sieg zählt: „Am Ende braucht man 20 Punkte plus x“, sagt Brack.

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