Haushalt Renningen Kinder und betreutes Wohnen bewegen alle

Kinderbetreuung ist in Renningen ein großes Thema – nicht nur hier im Wohngebiet Schnallenäcker und dem „kleinen großen Bruder“ Schnallenäcker II. Das spiegelt sich auch in den Haushaltsreden der Fraktionen wider. Foto: factum/Bach
Kinderbetreuung ist in Renningen ein großes Thema – nicht nur hier im Wohngebiet Schnallenäcker und dem „kleinen großen Bruder“ Schnallenäcker II. Das spiegelt sich auch in den Haushaltsreden der Fraktionen wider. Foto: factum/Bach

Bei der Aussprache zum Haushalt machen die Fraktionen ihre Standpunkte klar.

Renningen - Es ist ein bunter Strauß an Wünschen und Anträgen, an Ausblicken und Rückblicken, an Kritik und auch mal ein bisschen Lob, den die Fraktionen im Renninger Gemeinderat bei ihren Haushaltsreden am Montag vorgebracht haben. Dabei stand weniger das Zahlenwerk selbst im Vordergrund, sondern vielmehr die großen und auch kleinen Themen, die die Rankbachstadt in den vergangenen und kommenden Jahren bewegt haben und bewegen werden. Einige Punkte hatte so ziemlich jede Fraktion auf der Agenda: Kinderbetreuung, betreutes Wohnen, bezahlbarer Wohnraum – und natürlich die neue Sporthalle.

Damit, dass es hier nun endlich vorangeht, zeigten sich alle zufrieden. „Die Sporthalle nimmt wenigstens auf dem Papier Gestalt an“, hob Jochen Breutner-Menschick (Grüne) hervor. Allerdings bemängelte Resi Berger-Bäuerle (FfR), dass der Wunsch des Gemeinderats, „2018 mit den für den Bau erforderlichen ,vorbereitenden Maßnahmen’ zu beginnen“, so nicht im Protokoll stehe. Die SPD und die Frauen für Renningen brachten ergänzend den Wunsch nach einem Lehrschwimmbecken vor.

Kritik am Zeitdruck

In Sachen Kindergärten wird demnächst einiges passieren, eine neue Einrichtung kommt an die Rankbachstraße, ein Kindergarten auf Zeit an die Jahnstraße. Die Freien Wähler befürworteten die Pläne, um die Engpässe bei der Kinderbetreuung zu beheben. Jedoch äußerte der Fraktionsvorsitzende Marcus Schautt auch Kritik am Vorgehen der Stadtverwaltung. Der Zeitdruck „hat uns nicht gefallen“. Mit etwas mehr Vorlaufzeit hätten sich mit Sicherheit noch bessere Lösungen finden lassen. Eine ähnliche Einschätzung kam von der CDU. Die Kompromisslösung bei der Rankbachstraße, von 100 auf 75 Plätze zu reduzieren, könne sich sehr schnell als Fehlentscheidung erweisen, sagte Peter Weiß. „Wir sind sicher, dass eine Einigung mit den betroffenen Grundstückseigentümern möglich gewesen wäre.“ Die Frauen für Renningen möchten sich zudem dafür einsetzen, Ganztagsangebote auszubauen und „auf keinen Fall“ die maximale Kinderzahl für Betreuungsgruppen einfach zu erhöhen.

Wohin mit dem betreuten Wohnen?

Auch die seit Jahren vergebliche Suche nach einem geeigneten Standort für betreutes Wohnen trieb die Ratsleute um. Marcus Schautt brachte dafür erneut die Mühlgasse 6 ins Spiel, Peter Weiß das Quartier Wiesenstraße und das Gebiet westlich der „Energitblöcke“ an der Jahnstraße. Jochen Breutner-Menschick schlug vor, im ersten Halbjahr die notwendigen Beschlüsse zu fassen, um das Projekt „Betreutes Wohnen am Pumpwerk“ zu starten. Der inaktive – und wohl kaum reaktivierbare – Brunnen an der Gottfried-Bauer-Straße war schon Anlass für kontroverse Diskussionen. Inzwischen sind sich die Ratsleute einig, dass das Pumpwerk zugunsten einer innerstädtischen Entwicklung weichen sollte. Thomas Mauch bezeichnete den Platz gar als „innerstädtisches Filetgrundstück“, das endlich sinnvoll genutzt werden sollte. Selbst die Freien Wähler stehen einer Innenentwicklung im Bereich des Pumpwerks inzwischen offen gegenüber.

 




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