IHK-Neujahrsempfang in Backnang Das Hohe Lied auf heimische Unternehmer

Von Harald Beck 

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) spricht im Backnanger Bürgerhaus über Arbeitsmarkt, GlobaleWirtschaftsentwicklung und – ganz zur Freude der IHK-Gäste – über die Verdienste der Firmenchefs für die deutsche Wirtschaft.

Peter Altmaier hält die Festrede beim IHK-Neujahrsempfang im Backnanger Bürgerhaus. Foto: dpa-Zentralbid
Peter Altmaier hält die Festrede beim IHK-Neujahrsempfang im Backnanger Bürgerhaus. Foto: dpa-Zentralbid

IHK-Empfang - Wer richtig ranklotzt, der soll auch etwas davon haben“ – mit solchen Sätzen hat der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Gäste beim Neujahrsempfang der IHK-Bezirkskammer Rems-Murr im Backnanger Bürgerhaus natürlich komplett auf seiner Seite. Und er singt es eloquent, unterhaltsam und wortgewaltig, das Hohe Lied auf das Unternehmertum und diejenigen, die zu unrecht als raffgierige Kapitalisten gebrandmarkt würden, in Wahrheit aber diejenigen seien, die sich als Arbeitsplatzgaranten für die Gemeinschaft verdient machten. Die letztlich auch dafür verantwortlich seien, dass bei einer auf rund 2,5 Millionen reduzierten Arbeitslosenanzahl ganz Europa neidisch hierher schaue. „Unsere Unternehmer brauchen wir nicht zu verstecken, wir können uns mit ihnen schmücken“, spricht der Wirtschaftsminister – wofür ihn die IHK-Runde natürlich mit brausendem Applaus belohnt.

Altmaier: Bevölkerung vor übermäßiger Belastung schützen

Der Bezirkskammerpräsident und CDU-Landtagsabgeordnete Claus Paal hat den Parteifreund und Bundesminister nach Backnang geholt, um unter dem Titel „Wirtschaftspolitik in Zeiten globaler Herausforderungen“ im komplett gefüllten Saal des Bürgerhauses den Festvortrag zu halten. Für den weiteren Erhalt der guten Wirtschaftslage sei es eine Verpflichtung des Staates, die Bevölkerung vor übermäßigen Belastungen zu schützen. Im Übrigen gelte für ihn, dass es „keinen Grund gibt, warum der Aufschwung nicht noch weiter andauern sollte“. Altmaiers Vision ist dabei ein „ weiteres Wirtschaftswunder“ – die zweite zehnjährige Aufschwungphase nach derjenigen zu Ludwig Erhards Zeiten. Ganz aktuell hat der Wirtschaftsminister gleich vorneweg ein hoch gehandeltes Thema lapidar beiseite gewischt – die gehackten Promi-Daten: „Wer sich vorher überlegt, was er schreibt, braucht auch keine Angst haben, gehackt zu werden.“

Paal: Glänzende Ausgangslage für 2019

„Unsere Unternehmen haben eine glänzende Ausgangslage für 2019“ hatte zuvor auch Claus Paal in seiner Neujahrsrede auf sehr positive Perspektiven zum Jahreswechsel verwiesen. „Unsere Wirtschaft brummt, wir haben praktisch Vollbeschäftigung und erleben den längsten Beschäftigungsboom seit 1966.“ Nötig sei es aber, darüber zu reden, woher der Erfolg komme. Darüber, dass es sich lohne gute Leistung zu bringen und dass „der Staat nicht alles richten soll, und es auch nicht kann“. Das größte Risiko sei es, wenn keiner mehr ein Risiko eingehen wolle. Gerade deshalb gelte es, Werbung zu machen für Selbstständigkeit und Unternehmensgründungen: „Eine soziale Marktwirtschaft funktioniert nicht ohne Unternehmertum.“