Immunologe zur Corona-Reinfektion Fall aus dem Schwarzwald ist eine Seltenheit

Ein 72-jähriger Covid-Patient aus dem Kreis Freudenstadt war gestorben, der zuvor bereits von einer Erkrankung mit dem Virus genesen war. (Symolbild) Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Ein 72-jähriger Covid-Patient aus dem Kreis Freudenstadt war gestorben, der zuvor bereits von einer Erkrankung mit dem Virus genesen war. (Symolbild) Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Im Schwarzwald ist ein Mann ein zweites Mal an Corona erkrankt und an dem Virus gestorbenen. „Das ist ein Ausnahmefall, nach dem ich keine Alarmglocken läuten lassen würde“, sagt Carsten Watzl von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.

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Stuttgart - Bei einem zweimal infizierten und gestorbenen Coronakranken im Schwarzwald handelt es sich nach Überzeugung von Experten um einen sehr seltenen Fall. „Das ist ein Ausnahmefall, nach dem ich keine Alarmglocken läuten lassen würde“, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, am Donnerstag der dpa. Reinfektionen seien zwar selten. Sie zeigten aber auch, dass Infizierte bei einer ersten Erkrankung nicht in allen Fällen eine ausreichende Immunität aufbauten und anfällig sein könnten für eine weitere Ansteckung, sagte der Immunologe vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. Abhängig sei das auch von der Schwere des Verlaufs der ersten Infektion.

In Baden-Württemberg war nach Angaben des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart ein 72-jähriger Covid-Patient aus dem Kreis Freudenstadt gestorben, der zuvor bereits von einer Erkrankung mit dem Virus genesen war. Es ist laut LGA der erste derartige Fall im Südwesten, der bekannt geworden ist, und womöglich auch in Deutschland. Nach Angaben des LGA handelt es sich um einen Mann, der im April 2020 erstmalig an Covid-19 erkrankt war. Ende Dezember 2020 habe sich der Mann erneut angesteckt, was Anfang Januar festgestellt worden sei.

Die Chance, dass sich ein Mensch ein zweites Mal mit dem Coronavirus ansteckt, sei bisher sehr gering, sagte auch Stefan Brockmann, der am Landesgesundheitsamt das Referat Gesundheitsschutz und Epidemiologie leitet. Es gebe vereinzelte Fälle, bei denen die Patienten beim ersten Mal nicht genügend Antikörper ausgebildet hätten.




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