Kinderbetreuung in Baltmannsweiler Schulhof soll aufgehübscht werden

Auf dem Schulhof der Grundschule Hohengehren sollen die Kinder zukünftig mehr Spielmöglichkeiten haben. Geplant ist unter anderem ein Seilnetzturm. Foto: Roberto Bulgrin
Auf dem Schulhof der Grundschule Hohengehren sollen die Kinder zukünftig mehr Spielmöglichkeiten haben. Geplant ist unter anderem ein Seilnetzturm. Foto: Roberto Bulgrin

Der Gemeinderat von Baltmannsweiler hat entschieden, dass Eltern von Kita-Kindern für die Lockdown-Monate nicht zur Kasse gebeten werden. Für die Grundschule Hohengehren gibt es eine Finanzspritze.

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Baltmannsweiler - Eltern, die während des zweiten Lockdowns ihre Kinder zu Hause betreuen mussten, können nun auch in Baltmannsweiler aufatmen. Einstimmig ist der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, die Elternbeiträge für die Monate Januar bis März auszusetzen.

Bereits Ende Januar habe die Verwaltung die Eltern in einem Brief darüber informiert, dass die Einziehung der Gebühren sowohl für die Kita- als auch für die Schulkindbetreuung für Januar und Februar ausgesetzt werde, berichtete der stellvertretende Hauptamtsleiter Sebastian Bauer. Die bereits eingezogenen Beträge sollten zurückgezahlt werden, sobald der Kitabetrieb wieder laufe. Für Eltern, deren Kinder die Notbetreuung in Anspruch genommen hatten, sollen die Beiträge verrechnet werden.

80 Prozent zahlt das Land

Ähnlich verhält es sich mit der Schulkindbetreuung. Hier wird aber noch die Hälfte der Gebühren für März fällig, da seit dem 15. März die Notbetreuung für Schulkinder entfällt und die Schulkindbetreuung somit wieder voll genutzt werden kann. Auch die freien Träger hätten sich entschlossen, den Weg der Gemeindeverwaltung mitzugehen, so Bauer. So würden auch für das Kinderhaus Spatzennest die Elternbeiträge für die Monate Januar und Februar ausgesetzt.

Der Gemeinde entstehe durch die zeitweise Aussetzung der Gebühren ein finanzieller Schaden von gut 42 000 Euro, schreibt Bauer in der Sitzungsvorlage. Das Land habe aber vor, die Kommunen für 80 Prozent der nicht erhobenen Elternbeiträge zu entschädigen. Auch die Kommunalen Landesverbände hatten zum Verzicht auf die Gebühren aufgefordert.

Schulkindbetreuung im Fokus

Die Anteilnahme im Rat war fraktionsübergreifend groß. „Wir sind den Familien verpflichtet“, sagte zum Beispiel Carlo Schlienz (CDU). Herbert Schrag (FWV) sagte, es sei absolut richtig, die Eltern zu entlasten. Ob es aber nicht schneller gehe, wenn so ein Thema nicht immer im Gemeinderat behandelt werden müsse. Das sei formal nicht möglich, so Bürgermeister Simon Schmid. Zudem sei es auch richtig, den Gemeinderat entscheiden zu lassen, so der Rathauschef.

Ein weiteres Thema mit dem Schwerpunkt Kinderbetreuung stand auf dem Programm. Das Angebot, das im Ortsteil Baltmannsweiler geschaffen wurde, werde gut angenommen und sei von großem Engagement geprägt, wie Bauer berichtete. Die Räume seien mittlerweile schön eingerichtet worden. Er sagte zu, Fotos zur Verfügung zu stellen, damit die Gremiumsmitglieder sich ein Bild machen könnten. Wie berichtet, befindet sich die Gemeinde im Prozess der Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes für die Schulkindbetreuung. Nachdem für den Schulstandort Baltmannsweiler Ende des vergangenen Jahres Container angeschafft wurden, um die Schulkindbetreuung übergangsweise zu sichern, soll nun der Standort Hohengehren nachziehen. Der Schulkindbetreuung sei ein weiteres ehemaliges Klassenzimmer im Erdgeschoss der Grundschule zur Verfügung gestellt worden. Dafür müsse nun die Erstausstattung her. 5024 Euro soll diese bei einer Aichwalder Firma kosten. Doch auch der Schulhof soll neu gestaltet werden. Dazu sei bei einem Runden Tisch im Oktober angeregt worden, einen Basketballständer, eine Holzwippe und einen Seilnetzturm anzuschaffen. Kostenpunkt: 20 000 Euro. Davon will der Förderverein jedoch ein Viertel übernehmen, und auch aus dem Schulbudget werden 8000 zugeschossen. Des Weiteren will der Förderverein auch eine neue Küche im sogenannten Forscherraum stiften.

Es sei „notwendig und schön“, dass in die Schule investiert werde, so Schlienz. Die Initiative gehe auf das Engagement von Eltern zurück. Auch Alexander Strobel (SPD) lobte das Vorhaben, regte aber an, den Asphalt auf dem Schulhof bei Bedarf zu erneuern. Das Gremium stimmte einhellig für die Anschaffung der Erstausstattung sowie der Außenspielgeräte.




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