Konzept für Weihnachtsmarkt Schorndorf will Weihnachtswelt wagen

Während in Schorndorf Marktstände aufgestellt werden, wird der Budenzauber in Backnang in diesem Jahr coronabedingt abgesagt.

Die rote Mütze kommt auch 2020 wieder aufs  Schorndorfer Ra Foto: Stoppel
Die rote Mütze kommt auch 2020 wieder aufs Schorndorfer Ra Foto: Stoppel

Schorndorf - Ein klassischer Weihnachtsmarkt wird dieses Jahr auch in Schorndorf nicht stattfinden. Aber trotz Corona müssen die Besucher nicht auf Glühwein, Bratwurst und adventliche Stimmung verzichten. Wenn sie denn überhaupt Lust aufs Bummeln haben: „Ich habe schon das Gefühl, dass sich die Menschen wieder mehr zurückziehen“, meint der Oberbürgermeister Matthias Klopfer.

Trotzdem will man in Schorndorf alles dafür tun, Menschen maßvoll in die Innenstadt zu locken und damit den örtlichen Handel zu stärken: „Die rote Mütze kommt aufs Rathaus, das ist unser Wahrzeichen“, sagt Ulrich Fink, der Geschäftsführer des Veranstalters Schorndorf-Centro. Vom 28. November bis 20. Dezember soll die modifizierte Schorndorfer Weihnachtswelt stattfinden. Der bei Kindern beliebte Schafstall soll nebst kleiner Holzkirche auf dem Marktplatz aufgebaut werden. Dieser könnte zum Ausgangspunkt für einen weihnachtlichen Rundweg durch eine festlich beleuchtete Altstadt werden. Auf diesem warten täglich von 11 bis 19 Uhr sogenannte Glühweingärten auf die Besucher. Zwei wird es auf dem Marktplatz geben, einige weitere entlang des Rundwegs, der zum Beispiel durch die Höll- und die Hetzelgasse führt. „Die Glühweingärten sind quasi Außengastronomie. Es wird feste Sitz- und Stehplätze geben“, erläutert Lars Scheel von der städtischen Wirtschaftsförderung. Ein Glas Glühwein zum Mitnehmen wird es allerdings nicht geben.

In den Gassen werden Weihnachtsmarktstände aufgebaut

In den Gassen werden zudem Weihnachtsmarktstände aufgebaut. Kunsthandwerk, Schokofrüchte, Bratwurst aus der thüringischen Partnerstadt Kahla und ein Karussell für Kinder werden unterwegs zu finden sein, stets mit genug Platz zum Anstehen. Zwei Stände werden als Ersatz für den abgesagten Weihnachtsmarkt der Vereine abwechselnd von den Vereinen bespielt.

Für Ambiente soll jede Menge Grün sorgen: „Wir möchten 250 Weihnachtsbäume aufstellen“, berichtet Ulrich Fink. Geplant ist ein Schmück-Wettbewerb, an dem sich Privatpersonen, Vereine oder Firmen beteiligen können. Zudem ist ein Sonderwettbewerb für Schulen und Kindergärten angedacht. „In den Bäumen werden wir samstags immer wieder Stadtgutscheine verstecken“, berichtet Ulrich Fink.

Des Weiteren sei man mit dem VVS im Gespräch, ob Tickets des ÖPNV nicht in Rabatte bei den Händlern umgewandelt werden könnten. Die Händler wiederum möchte man davon überzeugen, samstags bis 18 Uhr zu öffnen. „Ich denke, man kann einen schönen Samstag in Schorndorf verbringen“, sagt Lars Scheel.

In Backnang wird auf den Weihnachtsmarkt verzichtet

In Backnang haben sich Stadtverwaltung und Gemeinderat hingegen jetzt entschieden, auf den Weihnachtsmarkt ganz zu verzichten – „nach langem Ringen und Abwägen“, wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt. Zwar war im August noch ein corona-konformes Konzept für den Stiftshof mit bis zu 15 Marktteilnehmern erarbeitet worden, doch auch das erscheint nach der jüngsten Entwicklung nun nicht mehr realisierbar. Auch das Backnanger Sandmännchen, die öffentlichen Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag sowie der Neujahrsempfang sind abgesagt worden. Der Stadtmarketingverein wolle den örtlichen Handel nun mit einem Weihnachtsprogramm in der Adventszeit unterstützen, heißt es in der Mitteilung der Stadt – näher spezifiziert wird dieses Programm indes nicht.




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