Leinfelden-Echterdingen Das Motto ist: „Was tun? Was tun!“

Gerd Alsheimer (links) und  Robert Simon von den Energiediensten der Stadtwerke zeigen, wie das Blockheizkraftwerk funktioniert und  was Bürger tun können, um weniger Energie zu verbrauchen. Foto: Claudia Leihenseder
Gerd Alsheimer (links) und Robert Simon von den Energiediensten der Stadtwerke zeigen, wie das Blockheizkraftwerk funktioniert und was Bürger tun können, um weniger Energie zu verbrauchen. Foto: Claudia Leihenseder

Die Stadtwerke haben zum landesweiten Energiewendetag das neue Blockheizkraftwerk geöffnet. Aber es gibt auch Kritiker der Anlage.

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Leinfelden - Die Energiewende in Baden-Württemberg ist in vollem Gang. Und jeder kann etwas dafür tun, damit es weiter geht. Das ist die Grundidee der Aktionstage, an denen sich unter dem Motto „Was tun? Was tun!“ zum zwölften Mal zahlreiche Einrichtungen am Wochenende beteiligt haben. In Leinfelden waren die Stadtwerke dabei und haben über das Nahwärmenetz im Neubaugebiet Jakobsbrunnen informiert.

Damit mehr Haushalte profitieren können, planen die Stadtwerke derzeit eine Erweiterung

„Das ist ein guter Anlass, die neue Anlage zu zeigen“, sagt Robert Simon von den Energiediensten der Stadtwerke. In dem Zweckbau an der Wendeplatte steht sein Chef, Gerd Alsheimer, der Leiter der Energiedienste. Er erklärt, welche Vorteile ein Blockheizkraftwerk oder auch die dezentrale Stromgewinnung für die Umwelt hat. Eine Handvoll Interessenten und Anwohner hören ihm zu. Lassen sich den Aufbau der Anlage erklären – zum Beispiel, dass mit Erdgas Strom erzeugt wird, dass die Abwärme des Motors für die Heizung und das Warmwasser von rund 70 Haushalten verwendet wird und so ein hoher Wirkungsgrad entsteht.

Damit noch mehr Haushalte davon profitieren können, planen die Stadtwerke derzeit eine Erweiterung. Die angrenzende Beethovenstraße soll im kommenden Jahr saniert werden. Dann werden im Untergrund gleich Anschlüsse und Versorgungsleitungen verlegt, damit die Häuser auch von dem Blockheizkraftwerk am Jakobsbrunnen versorgt werden können. So könnten sich weitere Hausbesitzer an der Energiewende beteiligen. „Wir sind gerade dabei, die Anwohner dafür zu gewinnen“, sagt Simon.

Ein paar Amwohner äußerten sich kritisch zu dem Blockheizkraftwerk am Jakobsbrunnen

Gewinnen wollen die Stadtwerke weitere Bürger für die Energiewende. Dabei kann jeder etwas tun – angefangen beim Energiesparen. Denn nicht verbrauchte Energie muss erst gar nicht produziert werden: „Noch immer gibt es Menschen, die ihre Fenster trotz Heizungsperiode im Winter dauernd gekippt haben“, sagt Simon. Stoßlüften würde bereits Energie sparen und Heizkosten senken. Genauso einfach könnte jeder Bürger sparen, wenn er alte Glühbirnen durch moderne austauscht, Standby-Geräte vom Netz nimmt und insgesamt sein Umweltverhalten ändert. Hausbesitzer könnten sich um Fenstertausch, Solaranlagen und um moderne Heizungen kümmern.

Am Rande der Veranstaltung äußerten sich allerdings ein paar Anwohner kritisch zu dem Blockheizkraftwerk am Jakobsbrunnen. Dass die Anlage umweltfreundlich ist, sei zwar gut. Doch für die Bewohner seien die Verbrauchspreise viel zu hoch, so ein Anwohner. Ein Mieter sei aufgrund dessen bereits ausgezogen. Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses haben sich über ihren Hausverwalter an den Verbraucherschutz gewendet.




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