Leobad Badespaß in 3,42 Millionen Litern Wasser

Von slo 

Stadt bestätigt Eröffnung des Leobades am 1. Juli. Hallenbad bleibt im Sommer zu. Der Neustart der Sauna ist noch offen.

Jetzt fehlen nur noch die Wasserratten: Die „Racer-Rutsche“ ist die Attraktion des neuen Leobades. Foto: factum/Jürgen Bach
Jetzt fehlen nur noch die Wasserratten: Die „Racer-Rutsche“ ist die Attraktion des neuen Leobades. Foto: factum/Jürgen Bach

Leonberg - Das was sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet hatte, ist amtlich: Das Leobad öffnet am Mittwoch, 1. Juli, für die Öffentlichkeit. „Aktuell erarbeiten wir amtsübergreifend ein Konzept, wie wir unter den Maßgaben des Landes bei den Hygienevorschriften und Abstandsregelungen den Badebetrieb gestalten können“, erklärt Jonas Pirzer, der neue Leiter des Amts für Kultur und Sport, in dessen Zuständigkeit der Betrieb des Leobads liegt, auf Anfrage. Grundlage ist die überarbeitete Landesverordnung für Sportstätten, die jetzt vorliegt.

Auch wenn bisher keine Badegäste auf den Liegewiesen und in den Becken an der Bruckenbachstraße zu finden sind, herrscht dort dennoch reger Betrieb.

Vorbereitungen laufen

„Derzeit laufen alle Vorbereitungen für die Öffnung des Bades auf Hochtouren“, berichtet Klaus Brenner. Der Baubürgermeister ist in diesen Wochen sehr häufig im Bad anzutreffen, um sich vom Fortgang der Arbeiten zu überzeugen. Und er ist optimistisch: „Am 1. Juli werden wir öffnen.“

Zuletzt wurde mit einem Farbtest überprüft, ob die Technik zuverlässig arbeitet, die das Becken mit chlorhaltigem, keimfreiem Wasser speist. „Der geplante Vorlauf ist für die Umsetzung von Hygienekonzepten sowie für Labortests und technische Abnahmen notwendig“, erklärt Klaus Brenner.

Unterdessen sind Stefan Hilse, der Leiter des Bäderbetriebs, und seine Mitarbeiter mit etlichen Detailarbeiten beschäftigt, damit in zwei Wochen alles glatt läuft.

Die inoffizielle Badepremiere ist schon erfolgreich absolviert: Seit wenigen Tagen wird das Bad zunächst zur Prüfungsvorbereitung im Rahmen des Sport-Abiturs und von Schwimmvereinen genutzt.

Sanierung für rund 15 Millionen Euro

Der Eröffnung des Leobades wird nicht zuletzt wegen der langen Sanierungsphase entgegengefiebert. In den vergangenen anderthalb Jahren war das Bad geschlossen, um es komplett auf Vordermann zu bringen. Dafür hat der Gemeinderat die nicht unbeträchtliche Summe von knapp 15 Millionen Euro freigegeben.

Mit der Sanierung wurde 2018 begonnen. „Zunächst fanden vor gut 18 Monaten Demontage- und Abbrucharbeiten statt“, erklärt der Baubürgermeister. „Anschließend starteten 2019 die Rohbauarbeiten, die Betonsanierung, die technische Installationen für Badewasser, Heizung, Lüftung, Sanitär und für die Elektrik.“ Diese Arbeiten waren kaum sichtbar. Buchstäblich mehr ins Auge fielen die Erneuerung der Edelstahlbecken sowie die Abdichtungs-, Isolier- und Fliesenarbeiten.

„In diesem Jahr wurden dann die technischen Gewerke fertiggestellt, der Belag um die Becken und die Gastronomieräume erneuert“, erklärt Klaus Brenner. Das Kinderbecken wurde neu gefliest, Anfang Mai wurden die Arbeiten an der neuen Rutsche fertiggestellt.

Viele Attraktivitäten

In dem knapp 48 000 Quadratmeter großen Freibad gibt es nun ein warmes Außenbecken, in dem bei Sprudelliegen, Nackenduschen und Massageduschen entspannt werden kann. Im Erlebnisbecken sorgen unter anderem eine Familienrutsche, ein Strömungskanal, eine Insel mit Sprudelfläche, ein Bodensprudler und ein 25-Meter-Schwimmbereich für Vergnügen im Wasser. Neben dem 50-Meter-Schwimmerbecken gibt es ein Springerbecken mit Sprungtürmen in Höhe von einem, drei und fünf Metern. Im Kinderbecken gibt es eine kleine Rutsche und auf dem Wasserspielplatz sorgen zwölf Attraktionen für reichlich Abwechslung.

Attraktion des sanierten Bades ist die neue „Racer-Rutsche“. Sie hat eine Länge von etwa 70 Metern und kann auf drei parallel verlaufenden Bahnen genutzt werden. So ist auch ein Wettrutschen möglich. Ebenso hat die neue Rutsche eine Zeitmessung.

Alle Becken zusammen haben eine Gesamtfüllmenge von ungefähr 3,42 Millionen Litern. Das Wasser stammt aus dem öffentlichen Netz und wird mit Hilfe von zwölf Filtern aufbereitet.

Das Hallenbad, das seit dem 16. März, coronabedingt geschlossen ist, bleibt während des Sommers wie immer zu. Ob aber die Sauna bald geöffnet wird, die Corona-Verordnung erlaubt das, darüber macht die Stadt noch keine Angaben.




Unsere Empfehlung für Sie