LKZ-Sommergespräche Leonberger Lösung für den Nahverkehr

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Im vergangenen Sommergespräch hatten Sie für einen kostenlosen Nahverkehr ­plädiert. Bleiben Sie dabei?

Wir brauchen neben dem VVS-Angebot mit den S-Bahnen und Schnellbussen eine Leonberger Lösung, mit zwei oder vier Bussen, die in einem verlässlichen Takt von morgens früh bis abends spät alle Stadtteile miteinander verbinden. Das würde rund 1,5 Millionen Euro kosten. Wir zahlen jetzt schon im Jahr 300 000 Euro, um das VVS-Angebot im Stadtgebiet zu verbessern. Der reale Zusatzbetrag zum Ist-Zustand wäre also 1,2 Millionen Euro jährlich.

Verdammt viel Geld...

Viel Geld für den Einzelnen, aber erträglich für eine Stadt mit einem 200-Millionen-Euro-Haushalt. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Seilbahn-Fantasien des Oberbürgermeisters bei schicken 20 bis 50 Millionen Euro im Erstinvest ohne Wartungskosten liegen, kann man da ­lange Bus fahren – und das sogar sofort.

Sie mögen Herr Cohn erkennbar nicht. Dabei müsste er mit seinen oft unorthodoxen Ideen genau auf Ihrer Linie liegen.

Das finde ich auch gut. Aber man muss einen Gedanken erst einmal ausarbeiten und nicht einfach ungefiltert an die ­Öffentlichkeit geben. Das können die Menschen doch sonst gar nicht richtig einordnen.

Wir haben über viel Geld für Verkehr und Infrastruktur gesprochen. Sehen Sie noch anderswo Investitionsbedarf?

Ganz dringend bei der Schulsozialarbeit. Für die interkulturelle Erziehungsarbeit an den Grundschulen haben wir viel zu wenig Personal. Da gibt es eine Viertelstelle für drei oder vier Grundschulen. Da müssen wir dringend helfen, denn die Gesellschaft verändert sich massiv: Die Aggressivität im Alltag nimmt massiv zu. Respekt im Umgang miteinander muss man schon ganz früh in der Basiserziehung vermitteln.

Sie haben mit dem früheren TSG-Vorsitzenden Harald Hackert einen neuen Partner im Gemeinderat.

Das finde ich richtig gut. Harald schaut extrem über den Tellerrand hinaus. Das tut der SALZ insgesamt gut. Bisher lag der Fokus zu stark auf mir.




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